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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich freue mich, Ihnen mit diesem Newsletter einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der BLS geben zu können. In den vergangenen Monaten haben wir zahlreiche Projekte fortgeführt, Formate wie die Fortbildungsreihe für die Sucht-Selbsthilfe zu neuen Konsummustern auf den Weg gebracht und unseren Fokus im Projekt selbstbestimmt geschärft, um künftig noch wirkungsvoller agieren zu können. Besonders hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang die engagierte Beteiligung vieler Fachkräfte an der landesweiten Bedarfserhebung zu Kindern sucht- und psychisch belasteter Eltern. Diese Rückmeldungen sind für unsere Arbeit von großem Wert und ein Wegweiser für die kommenden Aktivitäten im Projekt.

Mit Blick auf die Bundesebene begrüßen wir herzlich Prof. Dr. Hendrik Streeck als neuen Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen. Seine klare Haltung für eine präventive und menschenzugewandte Drogenpolitik ist ein wichtiges Signal – insbesondere für den Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Ich danke allen, die sich mit uns für eine starke und vernetzte Suchthilfe im Land Brandenburg einsetzen, und wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.

Andrea Hardeling
Geschäftsführerin


Inhaltsverzeichnis


BLS Jahresbericht 2024 veröffentlicht

2024 blickte die BLS auf 3 Jahrzehnte Engagement für Suchthilfe und Suchtprävention im Land Brandenburg zurück und feierte ihr Jubiläum mit vielen Förderpartner*innen und Begleitern. Auch sonst verlief das Jahr spannend für die Landesstelle: Die Cannabisteillegalisierung und die Anwendung von KI in der Suchthilfe waren nur zwei der zahlreichen Themen, die das Team in seinen Projekten und Veranstaltungen beschäftigten. Einen Überblick über die Aktivitäten der einzelnen Fachbereiche, Infomationen zum 8. Plenum der Landessuchtkonferenz oder der 30. Sucht-Selbsthilfetagung im Land Brandenburg bietet nun der Jahresbericht 2024 der BLS. Er steht Interessierten ab sofort auf der BLS-Website als Download zur Verfügung.


Wiederholung der Fortbildungen LEBEN MIT FASD und SAG NEIN

Etwa 10.000 Kinder kommen in Deutschland jährlich mit sogenannten Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) zur Welt. Das Krankheitsbild ist eine Folge von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und seine Ausprägungen reichen bis hin zu gravierenden Hirnfunktionsstörungen und Fehlbildungen bei den Kindern. Um Fachkräfte für das Thema zu sensibilisieren, führt das Projekt 2025 bereits zum dritten Mal die Fortbildungsreihe LEBEN MIT FASD durch. An drei Terminen kommen Expert*innen unterschiedlicher Fachbereiche, aber auch Betroffene selbst zu Wort. Die Termine sind einzeln über folgende Links buchbar:

24.11.2025, 9:00-12:00 Uhr | LEBEN MIT FASD – Alkohol und Schwangerschaft  
01.12.2025, 9:00-12:30 Uhr | LEBEN MIT FASD – Kindheit
08.12.2025, 9:00-12:00 Uhr | LEBEN MIT FASD – Jugend und Erwachsenenalter

Am 7. und 8. Oktober 2025 findet in Elstal die Multiplikator*innenschulung zum selektiven Suchtpräventionsprogramm „Sag Nein!“ statt. Das Programm wurde vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe entwickelt, um jungen Menschen in Förderschulen für geistige Entwicklung und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) Wissen zu Alkohol, Tabak und Cannabis zu vermitteln und sie dabei zu unterstützen, „Nein!“ zu sagen. Das Projekt selbstbestimmt möchte mit der Multiplikator*innenschulung Fachkräfte dafür qualifizieren, das Programm im Land Brandenburg durchzuführen. Die Schulung wurde vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport als Fortbildungsangebot (Ergänzungsangebot) für Lehrkräfte des Landes Brandenburg anerkannt. Jetzt anmelden.


Landesweite Bedarfserhebung: Kinder aus sucht- und psychisch belasteten Familien

Im Frühjahr 2025 führt das Projekt selbstbestimmt eine Online-Befragung unter Fachkräften unterschiedlicher Arbeitsfelder durch, die in ihrem Alltag mit Kindern aus sucht- und psychisch belasteten Familien zu tun haben. Ziel der Befragung war es, herauszufinden, was ihnen zur Unterstützung betroffener Kinder und Jugendlicher fehlt und welche Materialien und Qualifizierungsangebote sie sich wünschen. 245 Fachkräfte beteiligten sich an der Bedarfserhebung. Ihre Antworten bilden die Grundlage für die zukünftigen Aktivitäten des Projekts selbstbestimmt. Der Ergebnisbericht wird im Sommer 2025 auf www.selbstbestimmt-brandenburg.de veröffentlicht werden. Das selbstbestimmt-Team dankt allen Teilnehmenden für ihre Unterstützung.


Großes Interesse an Einführung zur Unterstützung psychisch erkrankter Eltern und ihrer Kinder

Kinder psychisch erkrankter Eltern haben ein drei- bis vierfach erhöhtes Risiko, selbst eine psychische Erkrankung auszubilden. Eine gezielte Unterstützung kann die Belastungen abmildern. In Kooperation mit „A: aufklaren – Expertise & Netzwerk für Kinder psychisch erkrankter Eltern“ fand daher im Mai 2025 eine 2-tägige Online-Fortbildung zum Thema „Psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder gut unterstützen“ statt. In der Veranstaltung lernten rund 80 Fachkräfte unter anderem „Signale“ wesentlicher psychiatrischer Krankheitsbilder und Grundlagen für Gespräche mit Eltern und Kindern sowie das Begleiten von Familien kennen. Aufgrund der großen Resonanz ist eine Wiederholung der Fortbildung am 17. und 18. November 2025 geplant. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie rechtzeitig auf www.selbstbestimmt-brandenburg.de/termine.


Schulung für Net-Piloten-Multiplikator*innen

Immer mehr Kinder und Jugendliche haben ein problematisches Mediennutzungsverhalten. Dies ergab eine aktuelle Studie der DAK. Das Projekt Net-Piloten vermittelt Wissen über die negativen Folgen exzessiven Computerspielens und übermäßiger Internetnutzung. Mit Unterstützung geschulter Peers soll die Reflexionsfähigkeit des eigenen Nutzungsverhaltens und der gesunde Umgang mit Medien gefördert werden. Um das Net-Piloten-Projekt an Schulen implementieren und eine nachhaltige Umsetzung anregen zu können, ist die Teilnahme an einer Multiplikator*innen-Schulung nötig. Die zweitägige Veranstaltung richtet sich insbesondere an Schulsozialarbeitende. Die Teilnehmenden erhalten umfangreiche Informationen zu den Programminhalten und werden mit dem Schulungsmanual vertraut gemacht. Die BLS bietet die Net-Piloten-Multiplikator*innenschulung am 23. und 24. September 2025 in Potsdam an. Weitere Informationen und eine Anmeldemöglichkeit finden Sie hier.


Neue Herausforderungen in der Sucht-Selbsthilfe: Fortbildungsreihe neue Sucht- und Konsummuster

Digitale Süchte, Mischkonsum und psychische Erkrankungen fordern die Selbsthilfegruppen zunehmend heraus. Auf Basis der Ergebnisse der 30. Sucht-Selbsthilfetagung im Land Brandenburg startet im Juli 2025 eine vierteilige Online-Fortbildungsreihe für Engagierte aus der Sucht-Selbsthilfe. Die kompakten Module dauern jeweils 90 Minuten und werden von Expert*innen der Salus Klinik Lindow gestaltet. Themen sind u. a. digitale Konsummuster, Komorbiditäten, Substanzwissen und der Umgang mit Polytoxikomanie. Die Teilnahme ist kostenlos. Alle Infos und die Anmeldung finden Sie unter www.blsev.de/termine.


Basisqualifizierung für Lots*innen im Lotsennetzwerk Brandenburg

Das Lotsennetzwerk Brandenburg bietet in diesem Herbst erneut die Basisqualifizierung für interessierte Vertreter*innen der Sucht-Selbsthilfe an. Angesprochen sind alle, die ehrenamtlich als Lots*innen im Lotsennetzwerk aktiv werde möchten und gestärkt durch die eigene Lebensgeschichte, Menschen mit einer Suchterkrankung auf ihrem Weg aus der Sucht begleiten wollen – individuell, empathisch und auf Augenhöhe. Durch die Zusammenarbeit von Sucht-Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe, sind die Aktivitäten im Lotsennetzwerk ein wichtiges Bindeglied, um Begleitete in weitere passende Hilfeangebote (Selbsthilfegruppe, Suchtberatungsstelle, etc.) zu vermitteln. Die Basisqualifizierung findet am 18.10.2025 statt. Interessierte, die im Projekt mitarbeiten wollen, melden sich telefonisch unter 0331-581 380 26 oder per E-Mail bei der Koordinatorin. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im Flyer zur Qualifizierung.


Das Lotsennetzwerk Brandenburg auf der 5. Potsdamer Ehrenamtsbörse

Am Mittwoch, den 10.09.2025 veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Ehrenamt Potsdam die 5. Potsdamer Ehrenamtsbörse. Auf dem Platz am Brandenburger Tor stellen sich von 14:00 bis 18:00 Uhr Initiativen und Institutionen vor, die mit ehrenamtlich Akteur*innen zusammenarbeiten. Auch das Lotsennetzwerk Brandenburg wird an diesem Tag vor Ort sein, um seine Arbeit vorzustellen und mit möglichen Interessent*innen Kontakt aufzunehmen. Informationen zum Lotsennetzwerk gibt es außerdem auf der Website der BLS.


„Bunt statt Blau“-Sieger*innen ausgezeichnet

Der Plakatwettbewerb „Bunt statt Blau“ der DAK Gesundheit lädt seit 2010 jedes Jahr Schüler*innen dazu ein, sich künstlerisch mit dem Thema Alkoholkonsum auseinanderzusetzen. 7.100 Kinder und Jugendliche folgten der Einladung 2025. Der erste Platz in Brandenburg ging in diesem Jahr an Schülerinnen des Alexander-S.-Puschkin-Gymnasiums in Hennigsdorf. BLS-Geschäftsführerin Andrea Hardeling war erneut als Jury-Mitglied dabei und hielt eine Laudatio bei der Siegerehrung mit Gesundheitsministerin Britta Müller. Weitere Informationen zum Wettbewerb und den Gewinner*innen finden Sie hier.


DigiSucht knackt Rekord: Über 1000 Neuanmeldungen im Mai

So viele Menschen wie noch nie haben sich im Mai 2025 bei DigiSucht registriert. Die Online-Plattform für anonyme und kostenfreie Suchtberatung wird bundesweit genutzt – und ist gerade für ländlich geprägte Regionen wie Brandenburg eine wichtige Ergänzung zur Vor-Ort-Beratung. Alkohol, Cannabis und Medienkonsum gehören zu den häufigsten Anliegen. DigiSucht zeigt: Digitale Zugänge zur Suchthilfe sind gefragt – und erreichen Zielgruppen, die sonst schwer erreichbar wären. Weitere Infos unter: www.suchtberatung.digital


Kindergesundheitskonferenz zu Medienkompetenz in Brandenburg

Mehr als die Hälfte der 6-13-Jährigen, die das Internet nutzen, ist täglich online. 46 Prozent der Kinder haben bereits ein eigenes Gerät. Das zeigt die kürzlich veröffentlichte KIM-Studie 2024 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest. Das Bündnis Gesund Aufwachsen beschloss aufgrund der Problematik auf einem Plenum im Mai 2025 u. a. die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen für die kommenden zwei Jahre. Unter dem Motto „Smarte Klicks, starke Kids- Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen im Land Brandenburg stärken“ diskutierten außerdem am 02. Juli 2025 auf einer Kindergesundheitskonferenz in Potsdam rund 100 Fachkräfte über Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Bekämpfung von Mediensucht unter Kindern und Jugendlichen. Dabei wurde deutlich: Der Schlüssel liegt im Austausch – besonders in der aktiven Einbindung von Kindern und Jugendlichen als Expert*innen, sowohl im digitalen Alltag als auch bei der Gestaltung von Regeln zur Mediennutzung. Diese Teilhabe vermeidet einen potentiellen Kontaktverlust zu den jungen Erwachsenen und stärkt deren psychische Gesundheit. Mediennutzung sollte als selbstverständlicher Teil unseres Alltags verstanden werden. Anstelle von Verboten sollte der Fokus auf einer sicheren, förderlichen Nutzung und der Stärkung der Medienkompetenz liegen – nicht nur die der Kinder und Jugendlichen, sondern auch die der Eltern als Vorbilder. Weitere Informationen zur Kindergesundheitskonferenz finden Sie in der Pressemitteilung des Ministeriums für Gesundheit (MGS).


Prof. Dr. Hendrik Streeck ist neuer Bundesdrogenbeauftragter

Das Bundeskabinett hat am 28. Mai 2025 Prof. Dr. Hendrik Streeck (CDU) als Beauftragten der Bundesregierung für Sucht-und Drogenfragen berufen. Der Virologe tritt damit die Nachfolge von Burkhard Blienert an. In der Pressemitteilung zu seiner Ernennung erklärt Streeck: „Sucht und Drogen sind keine Randthemen – sie betreffen Millionen Menschen und sind ein Prüfstein für die Stärke unseres Gesundheits- und Sozialsystems. Als Arzt und Wissenschaftler will ich nicht mit dem Zeigefinger mahnen, sondern helfen, aufklären und handeln. Besonders Kinder und Jugendliche brauchen besseren Schutz – vor Sucht, vor digitalen Risiken und vor neuen gefährlichen Substanzen wie synthetischen Opioiden. Ich setze mich für eine evidenzbasierte, präventive und menschenzugewandte Drogenpolitik ein – zum Schutz der Schwächsten und zur Stärkung unserer Gesellschaft.“ Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auf der Website des Bundesdrogenbeauftragten


Forschung zu Auswirkungen des Konsumcannabisgesetzes

Am 1. April 2024 trat das Konsumcannabisgesetz (KCanG) in Kraft. Es erlaubt Menschen ab 21 Jahren den straffreien Besitz festgelegter Cannabismengen und die Abgabe von Cannabis zum Selbstkostenpreis innerhalb sogenannter Anbauvereinigungen. Das Forschungsprojekts „Evaluation des Konsumcannabisgesetzes“ (EKOCAN) des CIS Hamburg untersucht nun die Auswirkungen der Teillegalisierung von Cannabis und lädt dafür alle Personen ab 16 Jahren – mit und ohne Konsumerfahrung – dazu ein, in einer Befragung ihre Perspektive und Erfahrungen zu schildern. Erste Ergebnisse sollen dem Bundesministerium für Gesundheit voraussichtlich im Herbst vorliegen und anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Interessierte können unter diesem Link an der Umfrage teilnehmen.
Für die Beibehaltung und Weiterentwicklung des Konsumcannabisgesetzes hatten sich im Frühjahr 2025 in einer gemeinschaftlichen Erklärung bereits die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS), der Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V. (fdr+) und der akzept e.V. - Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik ausgesprochen. “Das KCanG hat noch handwerkliche Schwächen, es ist aber ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Konsument*innen werden weniger kriminalisiert und Strafverfolgungskosten für die Allgemeinheit werden gesenkt“, erkläuterte damals der Vorsitzende des akzept e.V., Prof. Dr. Heino Stöver. Die vollständige Erklärung gibt es hier.


DHS veröffentlicht Jahrbuch Sucht 2025

Das Jahrbuch Sucht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) greift jährlich aktuelle Entwicklungen sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zu Sucht und Drogen auf und ordnet die Daten ein. Die nun veröffentlichte Ausgabe beinhaltet u. a. aktuelle Statistiken zum Konsum von Alkohol, Tabak, Cannabis, iIlegalen Drogen sowie zu Glücksspiel, Mediensucht, Delikten unter Alkoholeinfluss, Suchtmitteln im Straßenverkehr und zur Rauschgiftlage. Angesichts des weiterhin hohen Durchschnittkonsums von Alkohol in Deutschland, dem steigenden Konsum von Nikotinprodukten wie E-Zigaretten, Tabakerhitzern und Wasserpfeifen und vermehrtem Mischdrogengebrauch fordert DHS-Geschäftsführer Dr. Peter Raiser die Politik zum zeitnahen Handeln auf: „Suchterkrankungen vorzubeugen und sie zu behandeln, bietet ein massives Einsparpotenzial. Denn: Hohe Folgekosten werden vermieden. Wir fordern die Bundesregierung auf, die enormen Zukunftsherausforderungen anzugehen.“ Das vollständige Jahrbuch Sucht 2025 steht auf der Website der DHS zum kostenlosen Download zur Verfügung.


Neue DHS-Themenseite: Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol

Im Oktober 2023 gab die DHS neue Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol aus. Zuvor galten geringe Trinkmengen als "risikoarm". Die DHS änderte diese Angabe, da aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse nahelegen, dass auch geringe Mengen Alkohol zur Entstehung von Krankheiten beitragen können. Für die körperliche Gesundheit sei es daher am besten, vollständig auf Alkohol zu verzichten. Auf einer neuen Themenseite hat die DHS nun Informationen dazu zusammengestellt, warum genau es keine Grenzwerte mehr gibt. Diese und viele weitere Fakten zu Alkoholkonsum finden Interessierte ab sofort auf der Website der DHS.


Bundesweites Alkoholpräventionsprojekt „klar bleiben“ reagiert auf veränderte DHS-Empfehlungen

Im Rahmen des Projekts „klar bleiben“ verpflichten sich Schulklassen ab der 9. Klassenstufe zu dem Selbstexperiment, über einen Zeitraum von 6 Wochen bewusst auf besonders riskante Konsumformen, wie z. B. Rauschtrinken, zu verzichten und werden dabei online oder mit Hilfe von begleitenden Printmaterialien unterstützt. Aufgrund der geänderten DHS-Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol wurden die Materialien überarbeitet. Teilnehmende Klassen können sich nun auch den kompletten Verzicht auf Alkohol als Wettbewerbsziel setzen. Unter allen Klassen, die ihr Ziel erreichen, werden halbjährlich Preise verlost. Der Hauptpreis sind 1.000 Euro für die Klassenkasse. „klar bleiben“ wird gefördert durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.


Weltdrogenbericht: Neuer Höchststand bei Anzahl an Drogenkonsument*innen weltweit

316 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 64 Jahren konsumierten im Jahr 2023 weltweit illegale Drogen. Diese Zahl veröffentlichte das UN-Büro für Drogen- und Verbechensbekämpfung (UNODC) im Weltdrogenbericht 2025. Nie zuvor war der Konsum so hoch. 2022 lag die Zahl noch bei 292 Millionen Menschen. Vor allem Kokain verbreitet sich immer schneller. Aber auch der Cannabiskonsum stieg in zehn Jahren um ein Drittel an. 2023 war es mit 244 Millionen Konsument*innen die am weitesten verbreitete Droge, gefolgt von Opiaten mit 61 Millionen Konsument*innen. Der Weltdrogenbericht geht davon aus, dass 64 Millionen Menschen im Jahr 2023 drogensüchtig waren. Auch diese Zahl stieg in den vergangenen Jahren. Weitere Informationen zum Weltdrogenbericht finden Sie auf der Website der Vereinten Nationen.


Veranstaltungen der BLS

Veranstaltungen des Fachbereichs Suchtprävention

10.10./11.10./23.10.2025 | Suchtpräventionsschulung für Präventionsbeauftragte von Cannabis-Anbauvereinigungen
3-tägige Schulung in Potsdam und online

Veranstaltungen des Projektes selbstbestimmt

07./08.10.2025 | "Sag Nein!" Suchtpräventionsprogramm für Menschen mit Behinderung
Präsenzveranstaltung in Elstal

17/18.11.2025 | Save-The-Date: Einführung: Psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder gut unterstützen
Online-Fortbildung in Kooperation mit A: aufklaren

24.11.2025 | LEBEN MIT FASD - Alkohol in der Schwangerschaft 
Teil 1 der 3-teiligen Online-Fortbildungsreihe

01.12.2025 | LEBEN MIT FASD - Kindheit
Teil 2 der 3-teiligen Online-Fortbildungsreihe

08.12.2025 | LEBEN MIT FASD - Jugend und Erwachsenenalter
Teil 3 der 3-teiligen Online-Fortbildungsreihe

Veranstaltungen des Fachbereichs Sucht-Selbsthilfe

23.07.2025 | Digitale Konsummuster & stoffungebundene Süchte
Erster Teil der Online-Fortbildungsreihe "Neue Sucht- und Konsummuster verstehen"

20.08.2025 | Umgang mit Komorbiditäten
Zweiter Teil der Online-Fortbildungsreihe "Neue Sucht- und Konsummuster verstehen"

18.10.2025 | Lots*in im Lotsennetzwerk Brandenburg
Basisqualifizierung in Potsdam

25./26.10.2025 | Das ABC der Gruppenschulung
Fortbildung für neue Leiter*innen von Sucht-Selbsthilfegruppen

29.10.2025 | Substanzkunde kompakt
Dritter Teil der Online-Fortbildungsreihe "Neue Sucht- und Konsummuster verstehen"

26.11.2025 | Umgang mit Polytoxikomanie
Vierter Teil der Online-Fortbildungsreihe "Neue Sucht- und Konsummuster verstehen"

Veranstaltungen des Fachbereichs Digitalisierung

14.08.2025 | KI verstehen – Grundlagen generativer Künstlicher Intelligenz
Erster Teil der Fortbildungsreihe "Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe – Verstehen. Anwenden. Verantworten"

18.09.2025 | Prompten mit KI – So frage ich richtig
Zweiter Teil der Fortbildungsreihe "Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe – Verstehen. Anwenden. Verantworten"

30.10.2025 | KI konkret – Einsatzmöglichkeiten in der Praxis der Suchthilfe
Dritter Teil der Fortbildungsreihe "Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe – Verstehen. Anwenden. Verantworten"

20.11.2025 | Ethik & Datenschutz im Kontext von KI – Was darf ich (nicht)?
Vierter Teil der Fortbildungsreihe "Künstliche Intelligenz in der Suchthilfe – Verstehen. Anwenden. Verantworten"

Qualifizierungsreihe "Beratung und Behandlung bei pathologischem Glücksspielverhalten" 2025

13./14.11.2025 | Emotionsregulation - Aufbauseminar
Präsenzveranstaltung in Potsdam


Termine

22.-24.09.2025 | Deutscher Suchtkongress 2025
Präsenzveranstaltung in Berlin

30.09.2025 | Harm reduction D-A-CH Konferenz
Präsenzveranstaltung in Nurnberg

07.10.2025 | Save-the-date: Von der Idee zur Umsetzung – einen Überblick über Förderprogramme gewinne
Fachtagung des MGS in Potsdam

27.-29.10.2025 | 64. DHS Fachkonferenz SUCHT 2025
Präsenzveranstaltung in Potsdam