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22. Februar 2026 | Tagungen

31. Sucht-Selbsthilfetagung im Land Brandenburg

Im Gespräch bleiben - Miteinander reden, voneinander lernen

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Die 31. Sucht-Selbsthilfetagung steht unter dem Motto „Im Gespräch bleiben – Miteinander reden, voneinander lernen.“ Gespräche sind das Herzstück der Sucht-Selbsthilfe: miteinander reden, sich zeigen, zuhören, unterschiedliche Erfahrungen teilen. Genau darum geht es in diesem Jahr.

Die Tagung fragt, wie in der Sucht-Selbsthilfe Gespräche gelingen können, die Vertrauen schaffen, Mut machen und Menschen miteinander verbinden. Zum Auftakt gibt es einen Impuls zu Recovery (Genesung und Selbstbestimmung) als Haltung, die Offenheit, Selbstbestimmung und Gemeinschaft stärkt. Die fünf Workshops greifen das Motto auf ihre Weise auf: Sie beschäftigen sich damit, wie Kommunikation in Sucht-Selbsthilfegruppen funktioniert, wie Rückfälle angesprochen werden können, wie man in Familien im Gespräch bleibt, welchen Platz Offenheit im Umgang mit Suchterkrankungen im Arbeitsleben hat und wie Sucht-Selbsthilfe sichtbar wird, indem sie mit anderen ins Gespräch kommt.

Zielgruppe

Die Tagung richtet sich an Aktive aus der Sucht-Selbsthilfe sowie an Fachkräfte aus Suchthilfe und angrenzenden Bereichen, die die Selbsthilfe stärken und unterstützen möchten.

Ansprechpartnerin für Rückfragen

Julia Nieveler
Referentin Digitalisierung | Sucht-Selbsthilfe
Tel.: (0331) 581 380 14
E-Mail

Programm

09:30 - 15:30 Uhr Im Gespräch bleiben - Miteinander reden, voneinander lernen

31. Sucht-Selbsthilfetagung im Land Brandenburg

09:30 - 10:00 Uhr Ankommen
10:00 - 10:40 Uhr Begrüßung

Vorstand
Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V.

Michael Zaske
Abteilungsleiter Gesundheit, Ministerium für Gesundheit und Soziales (MGS)

Rosemarie Lieckfeldt
Suchtgefährdetendienst der Diakonie, Mitglied des Arbeitskreises Sucht-Selbsthilfe

10:40 - 11:45 Uhr Recovery (Genesung und Selbstbestimmung) - eine Haltung, die verbindet

Vortrag

Dr. Klaus Becker
Recovery Deutschland e.V.

Dr. Klaus Becker berichtet aus eigener Erfahrung mit Sucht und Genesung und beschreibt Recovery als Haltung, die Offenheit, Eigenverantwortung und Gemeinschaft stärkt. Einblicke in den Recovery Walk zeigen, welche Wirkung gemeinsames Sichtbarwerden haben kann.

11:45 - 12:15 Uhr Miteinander ins Gespräch kommen
12:15 - 13:30 Uhr Mittagspause
13:30 - 15:00 Uhr Workshops
W1: Wer spricht, wer hört zu?

Gespräche und Rollen in der Gruppe

Yvonne Tenner-Paustian
Psychologische Psychotherapeutin

In Selbsthilfegruppen reden alle mit, aber nicht immer gleich viel. Gemeinsam schauen wir darauf, wie Redeanteile und Rollen in Gruppen entstehen und warum es manchen leichter fällt, sich einzubringen als anderen. Der Workshop lädt dazu ein, auszuprobieren, was Gruppen tun können, damit Gespräche für alle gut funktionieren und sich jede*r gehört fühlt.


W2: Darüber reden können

Rückfälle in der Gruppe begleiten

Philipp Röhrig
Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor
salus klinik Lindow

Rückfälle sind für viele Menschen Teil ihres Weges, aber oft schwer anzusprechen. Der Workshop bietet Raum, eigene Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gruppen offen und respektvoll mit Rückfällen umgehen können - ohne zu urteilen oder zu verharmlosen - und wie Vertrauen dabei hilft, schwierige Situationen gemeinsam zu bewältigen.


W3: Über Generationen im Gespräch

Sucht, Familie und Verantwortung

Gudrun Urland
Psychologische Psychotherapeutin, Systemische Paar- und Familientherapeutin
Fontane Klinik Mittenwalde

Suchterkrankungen betreffen Familien über Generationen hinweg. Manche sind in einer suchtbelasteten Familie aufgewachsen, andere erleben, dass ihre Kinder oder Angehörigen betroffen sind. Der Workshop bringt diese unterschiedlichen Erfahrungen zusammen. Wir sprechen darüber, was helfen kann, Verständnis füreinander zu entwickeln und Beziehungen trotz Belastungen zu gestalten.


W4: Offen reden oder lieber nicht?

Umgang mit Suchterfahrung im Berufsleben

Pascal Engel
Dipl. Psychologe
Suchtberatung AWO Kreisverband Fürstenwalde e.V.

Im Arbeitsleben stellt sich oft die Frage, ob und wie man über die eigene Suchterfahrung sprechen möchte. Auch Situationen, in denen andere trinken oder konsumieren, können herausfordernd sein. Im Workshop tauschen wir Erfahrungen aus und überlegen gemeinsam, wie ein guter Umgang im Berufsalltag aussehen kann – offen, ehrlich und mit Blick auf den eigenen Schutz.


W5: Ins Gespräch kommen

Mut, sich zu zeigen

Dr. Klaus Becker
Recovery Deutschland e.V.

Sichtbar zu werden braucht Mut und kann die eigene Genesung stärken. Im Workshop sprechen wir darüber, warum es guttun kann, sich zu zeigen, und wie Gruppen Wege finden, ihre Arbeit nach außen sichtbar zu machen, ohne sich zu überfordern. Gemeinsam sammeln wir Ideen, wie Sichtbarkeit mutig und im eigenen Tempo gelingen kann.


15:00 - 15:30 Uhr Abschlusskaffee mit Austausch

Veranstaltungsort

Tagungshaus Hoffbauer
Hermannswerder 23, 14473 Potsdam

Teilnahmebeitrag

25,00 Euro

Im Teilnehmerbeitrag von 25,00 Euro sind die Kosten für Getränke und eine Suppe enthalten. Die Überweisungsdaten entnehmen Sie bitte den unten beigefügten Teilnahmebedingungen.

Anmeldeschluss

12. Februar 2026