Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich freue mich, Ihnen mit diesem Newsletter aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten aus den Bereichen Suchtprävention, Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe zu senden.
Suchtpolitik sowie Suchtprävention und die Versorgung suchterkrankter Menschen ist auch (oder gerade) in Zeiten knapper Kassen ein wichtiges Handlungsfeld, in dem nicht gespart werden sollte. Die Sicherung der Versorgungsstrukturen für Abhängigkeitserkrankte, das Einführen und der Ausbau von Maßnahmen der Verhältnisprävention und Schadensminderung, die Entstigmatisierung von Suchterkrankungen sowie die Vermeidung strafrechtlicher Verfolgung sind wichtige Themen, die auch in der neuen Legislatur der Bundesregierung im Blick behalten werden sollten. Das Positionspapier der DHS fasst die wesentlichen Forderungen zusammen. Wir hoffen, dass zukünftig Suchtprävention und Suchthilfe so finanziert werden, dass sie wirksam ein gesundes Leben in der Kommune ermöglichen können.
Viel Freude beim Lesen der aktuellen Informationen aus der Perspektive der BLS und einen sonnigen Frühling wünscht
Andrea Hardeling
Geschäftsführerin
Inhaltsverzeichnis
- Start der landesweiten Bedarfserhebung zum Thema Kinder aus sucht- und psychisch belasteten Familien
- Fortbildung: Psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder gut unterstützen
- Projekt selbstbestimmt schult Multiplikator*innen für „Sag Nein!“
- Vielfältige Aktivitäten zur COA Aktionswoche 2025
- Anmeldung zur DigiSucht-Schulung 2025 noch bis Ende April möglich
- Projekt Sucht-Selbsthilfe innovativ: Neues Projekt gestartet
- KI sicher einsetzen: Kompaktfortbildung für Führungskräfte der Suchthilfe
- Selbsthilfe-Gruppenleiterschulung im Oktober
- Wichtige Impulse für die Zukunft der Sucht-Selbsthilfe
- Terminverschiebung Basisqualifizierungen im Lotsennetzwerk Brandenburg
- Bündnis für Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien fordert Politik zum Handeln auf
- DHS stellt suchtpolitische Forderungen an künftige Bundesregierung
- Neue Broschüre „Kinder psychisch erkrankter Eltern"
- Bundesdrogenbeauftragter weist auf Gefahren von Sportwetten hin
- „Rauchfrei im Mai“ und Weltnichtrauchertag
- SuchtGPT: Chatbot für Suchtfragen soll digitalen Zugang zu Hilfe verbessern
- KIA: KI-gestützte Assistenz für die psychosoziale Beratung im digitalen Raum
- „Trendspotter“-Bericht zu Synthetischen Opioiden in Deutschland
- Veranstaltungen der BLS
- Termine
Start der landesweiten Bedarfserhebung zum Thema Kinder aus sucht- und psychisch belasteten Familien
Welche Qualifizierungsangebote benötigen Fachkräfte zur Unterstützung von Kindern aus sucht- und psychisch belasteten Familien? Über welche Kanäle können Informationen zum Thema die Fachkräfte erreichen? Das vom GKV-Bündnis für Gesundheit geförderte Präventionsprojekt selbstbestimmt der BLS möchte diesen und weiteren Fragen im Rahmen einer landesweiten Bedarfserhebung auf den Grund gehen. Die Online-Befragung richtet sich an alle Fach- und Führungskräfte unterschiedlicher Arbeitsfelder im Land Brandenburg, die in ihrem Arbeitsalltag direkt oder indirekt mit Kindern bzw. dem Thema Kinder aus sucht- und psychisch belasteten Familien zu tun haben. Die Ergebnisse bilden die Basis für die Entwicklung der zukünftigen Aktivitäten des Projekts selbstbestimmt zur Verbesserung der Versorgungssituation Betroffener. Interessierte können bis zum 05.05.2025 an der etwa 10 bis 15-minütigen Befragung teilnehmen. Hier geht es zur Befragung.
Fortbildung: Psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder gut unterstützen
In Kooperation mit dem Hamburger Projekt A: aufklaren des Paritätischen bietet das selbstbestimmt Team am 19. und 20. Mai 2025 die Online-Fortbildung „Einführung: Psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder gut unterstützen“ an. Die Veranstaltung richtet sich an alle Fachkräfte, die beruflich mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Familien bzw. mit psychisch erkrankten Erwachsenen arbeiten, und vermittelt Grundlagen zum Handlungsfeld und für die praktische Arbeit. Anmeldungen sind bis 12.05.2025 kostenfrei unter www.selbstbestimmt-brandenburg.de/termine möglich.
Projekt selbstbestimmt schult Multiplikator*innen für „Sag Nein!“
"Sag Nein!“ ist ein selektives Suchtpräventionsprogramm des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), welches sich an junge Menschen in Förderschulen für geistige Entwicklung und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) richtet. Im Programm geht es unter anderem darum, Wissen über Alkohol, Tabak und Cannabis zu vermitteln, Handlungsalternativen anzubieten und dabei zu unterstützen, „Nein!“ zu sagen. Um Fachkräfte für die Durchführung des Programms zu qualifizieren und das Angebot in Brandenburg zu verbreiten, bietet das Projekt selbstbestimmt am 7. und 8. Oktober 2025 eine 2-tägige Multiplikator*innenschulung in Elstal an. Eine Teilnahme kann mit oder ohne Übernachtungsmöglichkeit gebucht werden:
07./08.10.2025 | „Sag Nein!“-Multiplikator*innenschulung (inklusive Übernachtung) | „Sag Nein!“-Multiplikator*innenschulung (ohne Übernachtung)
Vielfältige Aktivitäten zur COA Aktionswoche 2025
Vom 16. bis 22. Februar 2025 fand die diesjährige COA-Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien statt. Bundesweit rief NACOA Deutschland Akteur*innen dazu auf, unter dem Motto „Ich werde laut“ auf das Thema aufmerksam zu machen. Das Projekt selbstbestimmt beteiligte sich mit einer Pressemitteilung, der kostenfreien Veranstaltung „Einblicke in die Familienkunsttherapie“ und vielfältigen Info-Posts auf dem Instagram-Kanal der BLS. Einen der Höhepunkte der Woche bildete die Kick-Off-Pressekonferenz von NACOA. Vertreter*innen aus Kinderschutz und Suchthilfe, aber auch Betroffene wie Influencerin und Model Betty Taube, äußerten sich hier zur Fragestellung: „Was muss die neue Bundesregierung für Kinder von sucht- und psychisch kranken Eltern tun?“ Auch BLS-Geschäftsführerin Andrea Hardeling trat vor das Mikrofon. Stellvertretend für das neu entstandene „Bündnis für Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien“ betonte sie die Wichtigkeit des Ausbaus frühzeitig ansetzender, niedrigschwellig zugänglicher Unterstützungsangebote, um die Lebenssituation betroffener Kinder zu verbessern. Die gesamte Pressekonferenz steht als Stream auf dem YouTube-Kanal von NACOA Deutschland zur Verfügung.
Anmeldung zur DigiSucht-Schulung 2025 noch bis Ende April möglich
Die Weiterentwicklung digitaler Angebote in der Suchthilfe bleibt ein zentrales Anliegen. Im Rahmen des Projektes DigiSucht ist im Jahr 2025 ein weiterer Schulungsdurchlauf geplant. Die Anmeldung dafür ist noch bis Ende April möglich. Teilnahmeberechtigt sind öffentlich geförderte ambulante Beratungs- und Behandlungsstellen für Suchtkranke und Suchtgefährdete (BBS). Die Schulungen vermitteln die technischen und fachlichen Grundlagen für die Beratung über die DigiSucht-Plattform und sind Voraussetzung dafür, dass eine Beratungsstelle auf der Plattform freigeschaltet werden kann. Auch Fachkräfte aus bereits angebundenen Einrichtungen können teilnehmen, wenn sie künftig über die Plattform beraten möchten. Weiterführende Informationen zum Projekt und zur Anmeldung finden Sie hier.
Projekt Sucht-Selbsthilfe innovativ: Neues Projekt gestartet
Wie kann Sucht-Selbsthilfe zukunftsfähig bleiben? Mit dem neuen Projekt Sucht-Selbsthilfe innovativ sucht die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen gemeinsam mit Partnern und Engagierten nach Antworten. Ziel ist es, bestehende Angebote zu stärken, neue Formate wie digitale Gruppen zu entwickeln und die Selbsthilfe besser zu vernetzen – besonders in ländlichen Regionen. Gefördert wird das Projekt von der AOK Nordost. Zum Projekt Sucht-Selbsthilfe innovativ geht es hier. Ansprechpartnerin ist Julia Nieveler, E-Mail: julia.nieveler(ät)blsev.de.
KI sicher einsetzen: Kompaktfortbildung für Führungskräfte der Suchthilfe
Der verantwortungsvolle Umgang mit KI erfordert fundiertes Wissen – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und Informationssicherheit. Eine kompakte Fortbildung bietet Führungskräften der Suchthilfe einen praxisnahen Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen, Risiken und Schutzmaßnahmen beim Einsatz KI-basierter Technologien. Neben Grundlagen zu KI-Systemen stehen konkrete Handlungsempfehlungen für eine sichere und DSGVO-konforme Nutzung in der Praxis im Mittelpunkt. Weitere Informationen gibt es im Veranstaltungsflyer. Zur Buchung geht es hier.
Selbsthilfe-Gruppenleiterschulung im Oktober
Vom 25. bis 26. Oktober 2025 bietet die BLS in Elstal die Fortbildung „Das ABC der Gruppenleitung“ für neue Leiter*innen von Sucht-Selbsthilfegruppen an. Die Veranstaltung vermittelt Grundlagenwissen zur Leitung von Sucht-Selbsthilfegruppen und der Rolle von Gruppenleiter*innen. Dabei widmet sie sich Themen wie den Zielen und Herausforderungen der Gruppenleitung, der Motivation und Aktivierung von Gruppenmitgliedern oder der Konfliktbewältigung in der Gruppe. Mit der Fortbildung will die BLS neue Gruppenleiter*innen qualifizieren und miteinander in den Austausch bringen. Die Teilnahme ist Personen aus dem Land Brandenburg vorbehalten, die bisher noch nicht an einer Gruppenleiterschulung der BLS teilgenommen haben. Alle Informationen zur Veranstaltung finden Sie im Veranstaltungsflyer. Zur Anmeldung geht es hier.
Wichtige Impulse für die Zukunft der Sucht-Selbsthilfe
Am 02. März 2025 fand die 30. Sucht-Selbsthilfetagung im Land Brandenburg statt. Rund 110 Mitglieder aus Sucht-Selbsthilfegruppen und -verbänden sowie Angehörige von suchterkrankten Menschen kamen hierfür in Potsdam zusammen. Unter dem Motto „Eine starke Gemeinschaft: Zukunftsperspektiven für die Sucht-Selbsthilfe“ erarbeiteten sie in einem Großgruppenworkshop, welche Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Selbsthilfe erfüllt werden müssen. Denn vielen Gruppen fehlt der Nachwuchs. Vor allem junge Menschen fühlen sich häufig nicht angesprochen. Die Teilnehmenden kamen zu dem Schluss, dass künftig vielfältigere Zielgruppen in Hinblick auf das Alter, aber auch die Herkunft und nicht zuletzt auf unterschiedliche Suchtformen berücksichtigt werden müssten. Als mögliche Maßnahmen hierfür identifizierten sie unter anderem Online- und Hybridformate als Ergänzung zu Gruppentreffen vor Ort und eine Ansprache von Interessierten über Social Media, Podcasts oder YouTube. Die Sucht-Selbsthilfetagung wurde im Rahmen des Projekts Sucht-Selbsthilfe innovativ durch die AOK Nordost gefördert. Weitere Eindrücke der Veranstaltung und ihrer Inhalte finden Sie in der Dokumentation.
Terminverschiebung Basisqualifizierungen im Lotsennetzwerk Brandenburg
Der im ersten Quartal angekündigte Termin zur Basisqualifizierung von Angehörigen-Lots*innen wurde vorverleg. Er findet nun am Samstag, den 17.05.2025 statt. Weiterführende Informationen zu der Fortbildung erhalten Sie im Veranstaltungsflyer. Im Lotsennetzwerk Brandenburg werden Menschen mit einer Suchterkrankung und Angehörige durch die Zusammenarbeit von Sucht-Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe individuell auf ihrem Weg aus der Sucht begleitet. Interessierte Vertreter*innen der Sucht-Selbsthilfe (Betroffene oder Angehörige), die sich ehrenamtlich im Lotsennetzwerk Brandenburg engagieren möchten, können die Koordinatorin telefonisch 0331-581 380 26 oder per E-Mail kontaktieren. Weitere Informationen zum Ehrenamtsprogramm finden Sie auf der Website der BLS.
Bündnis für Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien fordert Politik zum Handeln auf
Am 31. Januar 2025 wurde im Deutschen Bundestag der Antrag "Prävention stärken – Kinder mit psychisch oder suchtkranken Eltern unterstützen" der Fraktionen SPD, CDU/CSU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP beschlossen. Das "Bündnis für Kinder aus psychisch und suchtbelasteten Familien" fordert die Politik nun nachdrücklich dazu auf, den Antrag in der nächsten Legislaturperiode umzusetzen. Es besteht aus Expert*innen, Wissenschaftler*innen und Organisationen aus verschiedenen Handlungsfeldern, die sich zusammengeschlossen haben, um die Versorgungssituation betroffener Kinder bundesweit nachhaltig zu verbessern. Die BLS ist Teil des Bündnisses und unterstützt vollumfänglich die geforderten Maßnahmen. Den vollständigen Aufruf können Sie hier nachlesen.
DHS stellt suchtpolitische Forderungen an künftige Bundesregierung
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) veröffentlichte im Januar ein Positionspapier mit elf suchtpolitischen Forderungen und richtet sich damit an politische Entscheidungsträger*innen und die künftige Bundesregierung. Die Forderungen beinhalten unter anderem die Einführung einer zweckgebundenen Pflichtabgabe auf den Verkauf von legalen Suchtmitteln und abhängigkeitserzeugenden Angeboten sowie die Sicherung der Suchtberatung und weiterer öffentlicher und niedrigschwelliger Behandlungsangebote. Das vollständige Positionspapier steht auf der Website der DHS zum Download zur Verfügung.
Neue Broschüre „Kinder psychisch erkrankter Eltern"
Der Paritätische Gesamtverband hat die Arbeitshilfe „Kinder psychisch erkrankter Eltern“ veröffentlicht. Die Broschüre gibt Einblicke in die Perspektive der Kinder, Eltern und Familien und verweist auf die Notwendigkeit, diese zu unterstützen. Interessierte erhalten zudem einen Überblick über Angebote von Jugendhilfe, Suchthilfe, Gesundheitswesen und Selbsthilfe für Kinder und Eltern sowie Materialien für die Praxis. Die Informationen sollen als Orientierungshilfe dienen und Fachkräfte bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit sucht- oder psychisch erkrankten Eltern stärken. Sie steht kostenfrei auf der Website www.paritaet-brb.de zur Verfügung.
Bundesdrogenbeauftragter weist auf Gefahren von Sportwetten hin
Bundesdrogenbeauftragter Burkhart Blienert hat in einer Pressemitteilung über die Suchtgefahr bei Sportwetten informiert und dabei vor allem die massive Bewerbung von Glücksspiel im Rahmen von Sportevents kritisiert. 1,4 Milliarden Euro würden Spielende jedes Jahr allein in Deutschland durch Sportwetten verzocken und dabei nicht zuletzt ihre Gesundheit riskieren. Denn schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen leiden hierzulande an einer Glücksspielstörung und ein Drittel von ihnen nimmt an Live-Sportwetten teil. „In Deutschland fließt 100-mal so viel Geld in die Werbung für Glücksspiel als in die Prävention“, erläutert der Bundesdrogenbeauftragte und beanstandet, „dass der Staat den Wettanbietern ein wenig wie David gegen Goliath gegenübersteht, vergleicht man Werbebudget und Präventionsausgaben. Dabei wissen wir seit Jahren, was zu tun wäre und dass wir in allen Bereichen, weit über das Glücksspiel hinaus, deutlich mehr Prävention brauchen, angefangen bei engen Grenzen für die Werbung.“ Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auf der Website des Bundesdrogenbeauftragten.
„Rauchfrei im Mai“ und Weltnichtrauchertag
Der Mai steht im Zeichen der Nikotinprävention: Die Kampagne "Rauchfrei im Mai" der BZgA und der Deutschen Krebshilfe animiert Raucher*innen dazu, einen Monat lang auf Nikotin zu verzichten. Die Teilnehmenden erhalten tägliche Tipps und Inspirationen, um dieses Ziel zu erreichen und im besten Fall auch längerfristig ohne Tabak & Co. auszukommen. Bis Ende April gibt es zudem einen Countdown mit Anregungen zur Vorbereitung auf den Rauchstopp. Wer im Mai rauchfrei bleibt, erhält dann die Chance bis zu 1.000 Euro zu gewinnen. Alle Informationen zur Aktion erhalten Sie unter www.rauchfrei-im-mai.de. Am 31. Mai 2025 findet außerdem der jährliche Weltnichtrauchertag statt. Unter dem Motto „Den Reiz entlarven“ wollen die WHO und Gesundheitsexperten weltweit zu diesem Anlass auf die schädlichen Praktiken der Tabakindustrie aufmerksam machen und fordern zudem strengere Jugendschutzmaßnahmen in Europa. Weitere Informationen zum Weltnichtrauchertag 2025 finden Sie auf der WHO-Website.
SuchtGPT: Chatbot für Suchtfragen soll digitalen Zugang zu Hilfe verbessern
Kann ein KI-gestützter Chatbot ein sinnvoller Baustein in der digitalen Suchthilfe sein? Dieser Frage geht das neue, vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt SuchtGPT nach. Ziel ist es, auf Basis großer Sprachmodelle (LLMs) einen Chatbot zu entwickeln, der niedrigschwellig, anonym und datenschutzkonform Informationen bereitstellt und den Weg zu weiterführenden Hilfsangeboten erleichtert. Die Entwicklung erfolgt nutzerzentriert und in enger Zusammenarbeit mit Betroffenen, Fachkräften und Expert*innen aus Praxis, Verbänden und Politik. Fachliche Qualität, nachvollziehbare Antworten und ein verantwortungsvoller Umgang mit sensiblen Themen stehen im Mittelpunkt. Erste Prototypen sollen im Laufe des Jahres getestet und weiterentwickelt werden. Das Projekt wird von der delphi Gesellschaft für Forschung, Beratung und Projektentwicklung mbH umgesetzt. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter suchtgpt.delphi.de.
KIA: KI-gestützte Assistenz für die psychosoziale Beratung im digitalen Raum
Mit dem Projekt KIA wird ein innovativer Ansatz zur Unterstützung psychosozialer Onlineberatung entwickelt. Ziel ist eine KI-Anwendung, die Beratungsanfragen in Echtzeit analysiert und Fachkräften hilfreiche Hinweise für Mail- oder Chatberatungen liefert. Im Mittelpunkt stehen die Stärkung der fachlichen Qualität sowie die Berücksichtigung ethischer, datenschutzrechtlicher und organisatorischer Anforderungen. Das Projekt wird von der Technischen Hochschule Nürnberg in Zusammenarbeit mit der bke-Onlineberatung umgesetzt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Weitere Informationen zum Projekt gibt es der Website www.e-beratungsinstitut.de.
„Trendspotter“-Bericht zu Synthetischen Opioiden in Deutschland
Das Institut für Therapieforschung (IFT) hat einen „Trendspotter“-Bericht zu Synthetischen Opioiden in Deutschland veröffentlicht. Anlass für die Studie waren Berichte der Europäischen Drogenagentur (EUDA) zu Todesfällen durch synthetische Opioide in mehreren europäischen Ländern sowie Berichten aus Deutschland zu einem gestiegenen Konsum opioidhaltiger Schmerzmittel. Die im Trendsetter befragten Expert*innen berichteten von Veränderungen beim Konsum opioidhaltiger Schmerzmittel, aber auch stärkerer Stoffe wie Fentanyl und Heroin. 29 Prozent der Befragten gaben einen teils leichten, teils aber auch starken Anstieg der Konsumprävalenz von Fentanyl an. Ein Viertel beobachtete einen Anstieg der Verfügbarkeit. Bundesdrogenbeauftragter Burkhart Blienert äußerte in einer Pressemitteilung zum Thema: „Die Lage in Deutschland ist nicht vergleichbar mit der in den USA und Kanada, aber wir müssen uns trotzdem auf eine Zuspitzung der Lage vorbereiten …“ Er betonte außerdem die Notwendigkeit der Stärkung der Prävention, des Suchthilfesystems und der Unterstützung aller beteiligten Stellen. Die gesamte Pressemitteilung steht auf der Website des Bundesdrogenbeauftragten zur Verfügung.
Veranstaltungen der BLS
Veranstaltungen des Fachbereichs Suchtprävention
10.10./11.10./23.10.2025 | Suchtpräventionsschulung für Präventionsbeauftragte von Cannabis-Anbauvereinigungen
3-tägige Schulung in Potsdam und online
Veranstaltungen des Projektes selbstbestimmt
07./08.10.2025 | "Sag Nein!" Suchtpräventionsprogramm für Menschen mit Behinderung
Präsenzveranstaltung in Elstal
24.11.2025 | LEBEN MIT FASD - Alkohol in der Schwangerschaft
Teil 1 der 3-teiligen Online-Fortbildungsreihe
01.12.2025 | LEBEN MIT FASD - Kindheit
Teil 2 der 3-teiligen Online-Fortbildungsreihe
08.12.2025 | LEBEN MIT FASD - Jugend und Erwachsenenalter
Teil 3 der 3-teiligen Online-Fortbildungsreihe
Veranstaltungen des Fachbereichs Sucht-Selbsthilfe
17.05.2025 | Lots*in im Lotsennetzwerk Brandenburg: Angehörigen-Lots*in
Online-Veranstaltung
25./26.10.2025 | Das ABC der Gruppenschulung
Fortbildung für neue Leiter*innen von Sucht-Selbsthilfegruppen
Veranstaltungen des Fachbereichs Digitalisierung
23.05.2025 | Datenschutz und Informationssicherheit beim Einsatz von KI
Online-Veranstaltung
Qualifizierungsreihe "Beratung und Behandlung bei pathologischem Glücksspielverhalten" 2025
03./04.04.2025 | Beratung und Behandlung bei pathologischem Glücksspielverhalten – Basisqualifizierung (Teil 1)
Online-Veranstaltung
03./04.07.2025 | Beratung und Behandlung bei pathologischem Glücksspielverhalten – Basisqualifizierung (Teil 2)
Online-Veranstaltung
13./14.11.2025 | Emotionsregulation - Aufbauseminar
Präsenzveranstaltung in Potsdam
Termine
13./14.05.2025 | „Hochpotent und mittendrin – Lebens- und Konsumkompetenz in Zeiten von neuen Drogen und vielfältigen Abhängigkeiten“
46. fdr+sucht+kongress 2025
26.-28.05.2025 | „Neue medizinische Einsatzgebiete für psychotrope Substanzen – Fluch oder Segen?“
29. Suchttherapietage in Hamburg
27.-29.10.2025 | 64. DHS Fachkonferenz SUCHT 2025
Präsenzveranstaltung in Potsdam