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28.05.2026 | Suchtprävention

Weltnichtrauchertag: Mehr Jugendschutz gefordert

Am 31. Mai 2026 ist internationaler Weltnichtrauchertag. Gesundheitsexperten weltweit machen unter dem Motto "Den Reiz entlarven - Nikotin- und Tabakabhängigkeit bekämpfen" auf die schädlichen Praktiken der Tabak- und Nikotinindustrie aufmerksam.

In Deutschland fordern vor allem Akteure wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) stärkere Präventionsmaßnahmen. Dazu zählen eine erhöhte Besteuerung für Tabak- und Dampfprodukte, eine Ausweitung rauchfreier Zonen, konsequente Umsetzung von Werbeverboten und ein Verbot von Geschmachsstoffen in Dampfprodukten wie Vapes und E-Zigaretten.

Vor allem Kinder und Jugendliche müssen besser geschützt werden. Denn die gerade veröffentlichte Drogenaffinitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) belegt, dass junge Menschen vermehrt zu E-Zigaretten greifen. Den neuen Erhebungen zufolge stieg bei Jugendlichen der Anteil der Konsumierenden seit 2021 von 2,9 auf 6,7 Prozent bei männlichen Jugendlichen und von 1,8 auf 7,8 Prozent bei weiblichen Jugendlichen. Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren hat sich der Konsum erhöht. Bei den jungen Männern nahm der Anteil der Konsumenten von 6,9 Prozent (2021) auf 13,3 Prozent (2025) zu. Bei den jungen Frauen stieg er von 4,7 auf 11,9 Prozent. 

Um die Attraktivität und Werbewirksamkeit von Tabak- und Nikotinprodukten zu senken, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter anderem standardisierte Verpackungen mit einheitlicher Schrift, Farbe, Form und Material sowie noch deutlicher sichtbaren Warnhinweisen. Laut einer bundesweiten Umfrage des DKFZ sprechen sich 64 Prozent der Befragten für die Einführung solcher Einheitsverpackungen aus.

Weitere Informationen zum Nikotinkonsum und zum Weltnichtrauchertag finden Sie hier:

Pressemitteilung des BIÖG zum Weltnichtrauchertag

Pressemitteilung der DKG zum Weltnichtrauchertag

Pressemitteilung des DKFZ zum Weltnichtrauchertag