17.03.2026 | Suchthilfe, Glücksspiel, Spielsucht Brandenburg
Glücksspiel-Survey 2025 veröffentlicht
Das Institut für Interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) und die Universität Bremen haben den aktuellen Glücksspiel-Survey 2025 veröffentlicht. Der Glücksspiel-Survey basiert auf einer breit angelegten Befragung von über 12.000 Personen im Alter von 16 bis 70 Jahren und liefert eine belastbare Datengrundlage für Prävention und Regulierung.
Glücksspiel bleibt in Deutschland weit verbreitet. 36,4 % der Befragten haben innerhalb der letzten zwölf Monate an mindestens einem Glücksspiel um Geld teilgenommen. Besonders populär sind weiterhin klassische Lotterien. Ein relevanter Teil der Bevölkerung ist mit erhöhten Risiken konfrontiert. 7,5 % der Befragten nahmen an sogenannten riskanten Glücksspielformen teil, darunter Automatenspiele, Kasinospiele oder Sportwetten. Bei 5,5 % der erwachsenen Bevölkerung liegt ein riskantes Spielverhalten vor, und bei 2,2 % ist gemäß DSM-5-Kriterien eine Glücksspielstörung feststellbar. Männer sind dabei deutlich häufiger betroffen als Frauen.
Erstmals wurden zudem kognitive Verzerrungen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass fehlerhafte Annahmen über Gewinnwahrscheinlichkeiten oder Kontrollmöglichkeiten mit zunehmender Problematik deutlich ansteigen und damit ein wichtiger Ansatzpunkt für Prävention und Therapie sind.
Neu erhoben wurde auch das Daytrading: 6,5 % der Befragten berichten von kurzfristigen Börsengeschäften. Auffällig ist die enge Verbindung zum Glücksspiel – insbesondere bei regelmäßigen Daytrader*innen zeigen sich überdurchschnittlich häufig problematische Spielmuster.
Maßnahmen des Spiele- und Jugendschutz werden zunehmend akzeptiert. 92 % der Befragten unterstützten das Teilnahmeverbot für Minderjährige sowie Werbeeinschränkungen.
Zum vollständigen Glücksspiel-Survey 2025 gelangen Sie hier.
