15.08.2025 | selbstbestimmt, Suchtprävention
Qualifizierung und Vernetzung zur Unterstützung von Kindern aus sucht- und psychisch belasteten Familien gewünscht
247 Fachkräfte aus Arbeitsfeldern wie Schule, Familien- und Erziehungsberatung, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst, Suchthilfe, Suchtprävention und weiteren Einrichtungen nahmen im Frühjahr an einer landesweiten Bedarfserhebung des Projekts selbstbestimmt teil.
Durch die Online-Befragung wollte das Projekt unter anderem ermitteln, wie häufig die Fachkräfte mit Kindern aus sucht- und psychisch belasteten Familien in Kontakt kommen, welche konkreten Hilfeangebote sie kennen und was sie für eine bessere Versorgung der Betroffenen benötigen.
Die Ergebnisse zeigen: Obwohl das Thema „Kinder aus sucht- und psychisch belasteten Familien“ hochrelevant im Land Brandenburg ist, haben die Fachkräfte nur unzureichende Informationen etwa zu Hilfeangeboten. Mehr als der Hälfte war kein entsprechendes Angebot bekannt. Bereits bestehende wirksame Angebote müssen also unbedingt besser sichtbar gemacht werden. Zentral ist außerdem der Wunsch nach besserer Vernetzung der relevanten Akteur*innen und Strukturen. Darüber hinaus äußerten die Befragten einen klaren Qualifizierungsbedarf, vor allem zu Themen wie Elternarbeit, Gesprächsführung, dem Umgang mit Sucht und psychischen Erkrankungen sowie Medienkompetenz.
Weitere Ergebnisse stehen ab sofort als Kurzbericht zum Download zur Verfügung.
