Ausgabe 48 | 08.07.2024 ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 

Newsletter der BLS

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 Newsletter der BLS

  Ausgabe 48 | 08.07.2024


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach wie vor stellt uns die Cannabis-Teillegalisierung vor Herausforderungen. Die BLS und viele weitere Akteur*innen der Suchthilfe und Suchtprävention sind mit einer großen Nachfrage nach Präventionsmaßnahmen konfrontiert. Der insgesamt gestiegene Bedarf an Information und Aufklärung zu Cannabis führt zu vielfältigen Aktivitäten in den Themenfeldern Suchtprävention, Jugendschutz und Jugendhilfe. Viele Regelungen und Angebote wie zum Beispiel die Vermittlung von konsumierenden  Jugendlichen in Frühinterventionsangebote sind noch nicht geklärt. Auch beim 8. Plenum der Landessuchtkonferenz im Juni 2024, zu dem alle wesentlichen Akteur*innen der Suchthilfe und Suchtprävention in Potsdam zusammenkamen, stand Cannabis im Fokus.

Dieser Newsletter berichtet von diesen und weiteren Aktivitäten aus den Bereichen Suchtprävention, Suchthilfe und Sucht-Selbsthilfe. Am Ende finden Sie, wie gewohnt, unsere aktuellen Veranstaltungshinweise.

Viel Freude beim Lesen und herzliche Grüße 

Andrea Hardeling
Geschäftsführerin

Inhaltsverzeichnis

30 Jahre Suchtprävention und Suchthilfe im Land Brandenburg

Im April feierte die BLS ihr 30-jähriges Bestehen. Neben Gratulant*innen wie Staatssekretär Dr. Thomas Götz vom Ministerium für Soziales, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg kamen zu diesem Anlass rund 70 Kooperationspartner*innen, Kolleg*innen und weitere Akteur*innen aus angrenzenden Handlungsfeldern im Potsdam Museum zusammen. Gemeinsam blickten Sie auf Aktivitäten, Themen und Trends der Suchtprävention und Suchthilfe in den vergangenen drei Jahrzehnten und tauschten sich zu aktuellen Themen wie der Wirkung von Suchtberatung und der Cannabis-Teillegalisierung aus.
Das Team der BLS dankt allen Beteiligten für den rundum gelungenen Tag. Die Veranstaltungsdokumentation finden Sie auf der Website der BLS.

Cannabis im Fokus des 8. Plenums der Landessuchtkonferenz

Am 17. Juni 2024 kamen Vertreter*innen aus Suchtprävention, Suchtkrankenhilfe und Selbsthilfe im Land Brandenburg zum Plenum der Landessuchtkonferenz zusammen. Unter dem Titel „Cannabis, Alkohol, Tabak und Co | Komplexe Herausforderungen für die Gesellschaft“ stellten die Teilnehmenden verschiedene Perspektiven auf Suchtmittelkonsum vor und diskutierten diese. Die Arbeitskreise der Landessuchtkonferenz berichteten über ihre Tätigkeiten und stimmten künftige Ziele, darunter verstärkte Präventionsmaßnahmen im Jugend- und jungen Erwachsenenalter, ab. Den thematischen Schwerpunkt bildete das Thema Cannabis. 
Die Landessuchtkonferenz wird von der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. koordiniert. Den Vorsitz führt das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV). Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des MSGIV und auf der Website www.lsk-brandenburg.de

BLS Jahresbericht 2023

2023 war ein ereignisreiches Jahr für die Landesstelle. Neben der Konzeption und Durchführung zahlreicher Fortbildungen in den Fachbereichen Suchtprävention, Suchthilfe, Sucht-Selbsthilfe, Glücksspielsucht, Digitalisierung und dem Projekt selbstbestimmt, kontinuierlicher Gremienarbeit und der Umsetzung vielfältiger Materialien zur Information und Aufklärung über die Themen der BLS bildeten vor allem die Stärkung der Cannabisprävention und die Implementierung des Projektes DigiSucht in Brandenburg wichtige Schwerpunkte. Eine Zusammenfassung aller Aktivitäten finden Sie im BLS Jahresbericht 2023. Dieser steht ab sofort auf der BLS-Website zum Download zur Verfügung. 

Wiederholung der Fortbildungsreihe LEBEN MIT FASD

Aufgrund der großen Resonanz wiederholt das Projekt selbstbestimmt die dreiteilige Online-Fortbildungsreihe LEBEN MIT FASD.
Die Auftaktveranstaltung Alkohol in der Schwangerschaft am 25.11.2024 sensibilisiert für die Risikofaktoren von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und gibt einen Einblick in die Entstehung Fetaler Alkoholspekrumstörungen.
Der zweite Teil der Reihe am 02.12.2024 befasst sich mit den Folgen einer Fetalen Alkoholspektrumstörung im Kindesalter und deren Diagnostik. Die Teilnehmenden erhalten in diesem Zuge Informationen zu sozialrechtlichen Aspekten und praktische Handlungstipps für die Arbeit mit betroffenen Kindern.
Abschließend stehen in einer Veranstaltung am 09.12.2024 die besonderen Herausforderungen und Bedarfe von FASD-Betroffenen im Jugend- und Erwachsenenalter im Fokus.
Die drei Veranstaltungen lassen sich einzeln unter www.selbstbestimmt-brandenburg.de/termine buchen. Details zum Programm erhalten Sie außerdem im Gesamtflyer zur Veranstaltungsreihe.

FAMILIE SUCHT HILFE-Schulung in Eberswalde und Potsdam

Im Juni fand in Kooperation mit dem Netzwerk Gesunde Kita Brandenburg und dem LK Barnim in Eberswalde die sechste Multiplikator*innenschulung FAMILIE SUCHT HILFE des Projektes selbstbestimmt statt. Ziel der Schulung war es, die teilnehmenden Fachkräfte aus Erziehungs- und Bildungseinrichtungen sowie weiteren präventiven und gesundheitsfördernden Strukturen für Kinder und Jugendliche für die Bedarfe von Kindern in suchtbelasteten Familien zu sensibilisieren und ihre Handlungsspielräume zu erweitern.
Interessierte haben aktuell die Möglichkeit, sich auf der BLS-Website für den nächsten Durchgang von FAMILIE SUCHT HILFE vom 11. bis 13. November 2024 in Potsdam anzumelden. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im Schulungsflyer.

Werkstattgespräch zu Kindern aus sucht- und psychisch belasteten Familien in Frankfurt (Oder)

Etwa 40 Fachkräfte kamen Anfang April zu einem ersten Werkstattgespräch zu Kindern aus sucht und psychisch belasteten Familien in Frankfurt/Oder zusammen. Der Termin war Auftakt zu einer Reihe von Werkstattgesprächen in verschiedenen Regionen im Land Brandenburg, mit welchen das Projekt selbstbestimmt kommunale Strukturen für betroffene Kinder im Sinne effektiver kommunaler Gesamtkonzepte unterstützen möchte. Details hierzu finden Sie in unserer Information zu den regionalen Werkstattgesprächen.

Noch freie Plätze für "SAG NEIN!" Multiplikator*innenschulung

Am 09. und 10. September bietet das Projekt selbstbestimmt der BLS die nächste Schulung für Multiplikator*innen an, die das Suchtpräventionsprogramm "SAG NEIN!" mit jungen Menschen an Förderschulen für geistige Entwicklung und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) durchführen wollen.
"SAG NEIN!" wurde vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) entwickelt Im Programm geht es unter anderem darum, Wissen über Alkohol, Tabak und Cannabis zu vermitteln, Handlungsalternativen anzubieten und dabei zu unterstützen „Nein!“ zu sagen, ohne Angst davor zu haben, ausgelacht oder ausgeschlossen zu werden.
Interessierte Lehrkräfte bzw. Fachkräfte der Schulsozialarbeit an Förderschulen für geistige Entwicklung, Fachkräfte aus WfbM und Suchthilfe/-prävention können sich auf der Website der BLS für die Multiplikator*innenschulung anmelden. Weitere Informationen zum Präventionsprogramm gibt es hier.

Schulungen für Präventionsbeauftragte von Cannabis-Anbauvereinigungen

Am 18.06.2024 hat das Kabinett die Zuständigkeitsverordnung zum Konsumcannabisgesetz beschlossen. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) wird die zuständige Behörde im Land Brandenburg sein. Ab dem 1. Juli 2024 können Anträge auf Erlaubnis für eine Anbauvereinigung beim LAVG eingereicht werden. 
Gemäß § 23 Absatz 4 Satz 5 und 6 des Konsumcannabisgesetztes (KCanG) müssen Anbauvereinigungen aktiv zum Jugend- und Gesundheitsschutz beitragen und ihre Mitglieder dazu ermutigen, verantwortungsbewusst mit Cannabis umzugehen. Aus diesem Grund benennt jede Anbauvereinigung eine*n Präventionsbeauftragte*n.
Der*die Präventionsbeauftragte steht den Mitgliedern der jeweiligen Anbauvereinigung als Ansprechpartner*in für Fragen der Suchtprävention zur Verfügung und gewährleistet, dass geeignete Maßnahmen zur Förderung von Jugend- und Gesundheitsschutz sowie zur Suchtprävention innerhalb der Anbauvereinigung umgesetzt werden.
Die BLS bietet Suchtpräventionsschulungen für Präventionsbeauftragte an, damit diese gegenüber ihrer Anbauvereinigung nachweisen können, dass sie über spezifische Beratungs- und Präventionskenntnisse verfügen.
Eine Anmeldung für Durchgänge im August und September ist ab sofort unter www.blsev.de/termine/ möglich. Eine weitere Schulung im November ist in Planung. 
Nähere Informationen zum Konsumcannabisgesetz finden Sie in der Pressemitteilung des MSGIV.

 

Aktualisierung des Projekts „Der grüne Koffer – Methodenset Cannabisprävention“

Beim grünen Koffer handelt es sich um ein interaktives Angebot zur Cannabisprävention für Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen. Der Koffer beinhaltet eine abwechslungsreiche Material- und Methodensammlung, die über die psychischen und körperlichen Auswirkungen des Cannabiskonsums und rechtliche Aspekte aufklärt und eine aktive Auseinandersetzung sowie Reflexion der eigenen Haltung zu Cannabis anregt. So soll der Einstieg von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Cannabiskonsum verhindert und bereits Konsumierende zur Reduzierung oder Aufgabe ihres Cannabiskonsums motiviert werden.
Im Zuge der gesetzlichen Veränderungen durch die Teillegalisierung von Cannabis wurden 45 neue grüne Koffer für das Land Brandenburg produziert und aktualisierte Inhalte für die 35 bereits bestehenden Koffer bereitgestellt. Sie können nun über die überregionalen Suchtpräventionsfachstellen (ÜSPF) im Land Brandenburg ausgeliehen werden. Voraussetzung dafür ist eine Methodenschulung.
Eine Standortübersicht der grünen Koffer und die jeweiligen Kontaktdaten für weitere Informationen zur Schulung und zum Projekt können Sie der Landkarte auf der Website https://www.suchtpraevention-brb.de/ entnehmen. 

Schulung zum*zur „EIGENSTÄNDIG WERDEN“- Multiplikator*in

"EIGENSTÄNDIG WERDEN" ist ein Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern für die Klassenstufen 1 bis 4 sowie 5 und 6. Das Programm stärkt wichtige Gesundheits- und Lebenskompetenzen der Schüler*innen, die ihnen helfen, einen gesunden Lebensstil zu entwickeln – körperlich, seelisch und sozial. "EIGENSTÄNDIG WERDEN" wird ausschließlich von in Fortbildungen qualifizierten Lehrkräften durchgeführt und in den Unterricht integriert.
Im Land Brandenburg werden diese Fortbildungen von "EIGENSTÄNDIG WERDEN"-Multiplikator*innen angeboten, die innerhalb ihrer Tätigkeit regionale oder teaminterne Fortbildungen für Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen durchführen. Im Rahmen der Multiplikator*innen-Schulung erhalten die Teilnehmenden eine Einführung in das Programmkonzept und einen Einblick in die Materialien. Die Teilnehmer*innen erhalten kostenfrei das Unterrichtsmaterial mit ausformulierten Unterrichtseinheiten und einen Login-Code für den geschützten Bereich der Website, in dem weitere Materialien wie Arbeitsblätter, Elterninformationen sowie Unterrichtsvorschläge zum Download zur Verfügung stehen.
Eine Anmeldung ist ab sofort hier möglich.

Seminarreihe „Rausch & Drogen online“ startet Anfang Oktober

In diesem Jahr startet die Online-Seminarreihe "Rausch & Drogen online" in die vierte Runde. Sie bietet Fachkräften die Möglichkeit, im Rahmen kompakter Fortbildungsveranstaltungen Fachwissen zu ausgewählten Substanzen sowie zu verschiedenen Aspekten aus den Bereichen Sucht und Prävention zu erwerben. Die Seminarreihe ist aktuell noch in Planung. Folgende Themen stehen jedoch schon fest: „Mischkonsum (mit Alkohol)“ und „Xannies, Oxys, Lean und Tilidin -Verbreitung und Prävention von Benzodiazepinen und Opioiden unter Jugendlichen“.
Mehr Informationen und die Anmeldemöglichkeit finden Sie ab August unter https://www.blsev.de/termine/.

Noch freie Plätze für die „Net-Piloten“-Multiplikator*innen-Schulung

Ein gesunder Umgang mit dem Internet – dieses Ziel steht beim Projekt Net-Piloten im Vordergrund. Durch das Projekt soll Wissen über negative Folgen exzessiver Computerspiel- und Internetnutzung erhöht, die Reflexionsfähigkeit des eigenen Nutzungsverhaltens gefördert und die Beratungsbereitschaft gestärkt werden.
Die kostenfreie Multiplikator*innen-Schulung qualifiziert die teilnehmenden Fachkräfte zur eigenständigen Durchführung von Net-Piloten-Ausbildungen an Schulen. In der zweitägigen Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden umfangreiche Informationen zu den Programminhalten und werden mit dem Schulungsmanual vertraut gemacht. Ziel ist es, das Net-Piloten-Projekt durch die qualifizierten Multiplikator*innen aktiv in Schulen zu implementieren und eine nachhaltige Umsetzung anzuregen. Hier können Sie sich anmelden.

„Be Smart - Don’t Start“ – Der Hauptgewinn geht nach Brandenburg

Der diesjährige Hauptgewinn des bundesweiten Wettbewerbs "Be Smart – Don’t Start", ein Gutschein über 5.000 Euro für die Klassenkasse, geht an eine 9. Klasse der Jean-Clermont-Schule Sachsenhausen in Oranienburg. "Be Smart – Don’t Start" ist ein jährlicher Wettbewerb des IFT-Nords zur Förderung des Nichtrauchens und richtet sich vorrangig an Schulklassen der Stufen sechs und acht. In Brandenburg ist er seit über 20 Jahren fester Bestandteil der schulischen Suchtprävention in allen Regionen des Landes. Alle teilnehmenden Klassen, die erfolgreich auf das Rauchen verzichten, erhalten ein Klassenzertifikat und nehmen an der Verlosung des Hauptgewinns teil. Die Übergabe des Preises an die diesjährige Siegerklasse erfolgte am 3. Juli in Berlin im Bundesgesundheitsministerium. Hier geht’s zur Pressemitteilung
Das Land Brandenburg vergibt im Rahmen des Wettbewerbs einen zusätzlichen Landespreis von 200 Euro unter den erfolgreichen brandenburgischen Klassen. Dieser ging 2024 nach Südbrandenburg an die Klasse 8.2 des Pestalozzi-Gymnasium in Guben. Die BLS gratuliert den Gewinnerklassen.
Der Auftakt für "Be Smart - Don`t Start" im kommenden Schuljahr 2024/25 findet am 19.09.2024 statt. Im Rahmen der kurzen Online-Veranstaltung „Es qualmt noch – Rauchen ist immer noch ein Thema“ bieten die überregionalen Suchtpräventionsfachstellen (ÜSPF) Lehrkräften, Schulsozialarbeiter*innen und weiteren Interessierten im Land Brandenburg hier die Möglichkeit, sich über den Wettbewerb und allgemein zum Thema Tabakprävention zu informieren. Zur Anmeldung geht es hier.

Social Media Kampagne zu DigiSucht gestartet

Seit Anfang Juni ist das digitale Beratungsangebot Projekt DigiSucht auch auf Instagram und Facebook vertreten. Auf den beiden Social Media Kanälen werden regelmäßig informative Posts rund um die Themen Substanzkonsum, Verhaltenssüchte und das Suchthilfesystem veröffentlicht. Zudem werden Suchtberater*innen, die auf der Plattform DigiSucht beraten, Antworten auf häufig gestellte Fragen wie „Meine Freundin trinkt sehr viel Alkohol, sodass ich mir echte Sorgen mache. Was kann ich tun?“ oder „Meine Gedanken kreisen ständig um [...]. Wie kann ich diese Gedanken stoppen?“ geben. Wir laden Sie herzlich ein, den Kanälen zu folgen und damit die Reichweite und Sichtbarkeit der Suchtberatungsplattform DigiSucht zu unterstützen: Instagram | Facebook

Fortbildungsreihe "digital.kompetent.beraten" geht weiter

Die Online-Beratung über die Suchtberatungsplattform DigiSucht erfordert neue Kompetenzen von Suchtberater*innen: Wie gehe ich in der Chat- und Mailberatung mit Ratsuchenden um, die sich in einer akuten Krisensituation befinden? Wie kombiniere ich verschiedene Beratungskanäle methodisch sinnvoll miteinander? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die Fortbildungsreihe "digital.kompetent.beraten", die dieses Mal in Kooperation mit Dozent*innen der TH Nürnberg durchgeführt wird. In der Vertiefungsreihe Blended Counseling, die am 11.09.2024 startet, wird in einer Mischung aus theoretischem Input und praktischen Übungen konkretes Handwerkszeug für die Gestaltung wirkungsvoller und zielführender Beratungsprozesse vermittelt. Am 14.11.2024 findet eine Fortbildung zum Thema Krisenintervention im Online-Setting statt. Die Anmeldung zu beiden Formaten ist ab sofort über die Website der BLS möglich.

Fortbildung Lots*in im Lotsenetzwerk Brandenburg für Betroffene und Angehörige

Diesen Herbst finden zwei Fortbildungstage für interessierte Vertreter*innen der Sucht-Selbsthilfe statt, die als Lots*innen im Lotsennetzwerk Brandenburg ehrenamtlich aktiv werden möchten.
Im Lotsennetzwerk Brandenburg werden Menschen mit einer Suchterkrankung und Angehörige durch die Zusammenarbeit von Sucht-Selbsthilfe und professioneller Suchthilfe individuell auf ihrem Weg aus der Sucht begleitet. Lots*innen können einen tragfähigen Kontakt aufbauen, Betroffene und Angehörige durch Klarheit, Verlässlichkeit und Verbindlichkeit unterstützen und sie in weitere Angebote der Suchthilfe (Selbsthilfegruppe, Suchtberatungsstelle, etc.) vermitteln.
Die Fortbildung für Betroffenen-Lots*innen findet am 12.10.2024 ganztägig in Potsdam statt. Die Fortbildung für Angehörigen-Lots*innen ist im November geplant. Informationen zu den Fortbildungen erhalten Sie unter lotsennetzwerk@blsev.de.

Mehr Drogentote in Brandenburg

Das Landeskriminalamt in Brandenburg hat im Jahr 2023 insgesamt 27 Rauschgifttodesfälle registriert, das sind drei Todesfälle mehr als im Jahr 2022. Bundesweit stiegen die Zahlen 2023 sogar drastisch auf 2.227 drogenbedingte Todesfälle. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig Suchtprävention zu stärken, um frühzeitig einem Drogenmissbrauch entgegenzuwirken. Suchtprävention zielt darauf ab, die individuellen Kompetenzen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu stärken und deren Lebenszusammenhänge positiv zu beeinflussen. Dabei spielen u.a. Sensibilisierung und Information sowie Gesundheits- und Jugendschutz eine wichtige Rolle. 
Auch der Bundesdrogenbeauftragte Burkhard Blienert betont: „Wir brauchen ganz konkrete Fortschritte bei der Prävention und soziale Hilfe vor Ort und spezifische Angebote, insbesondere auch für Crack- und, wie die Zahlen zeigen, für Metamphetaminkonsumierende. Wir müssen gerade besonders gefährdete Jugendliche früh und konsequent unterstützen und dürfen suchterkrankte Menschen nicht einfach abschreiben.“ Zur Pressemitteilung des Bundesdrogenbeauftragten.

DHS veröffentlicht Jahrbuch Sucht

Die aktuelle Ausgabe des Jahrbuchs Sucht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zeigt unter anderem, dass Deutschland weiterhin ein Alkohol-Hochkonsumland bleibt. Der hierzulande durchschnittliche Konsum von 10,6 Litern Reinalkohol pro Person (ab 15 Jahren) liegt ganze zwei Liter über dem Durchschnitt der OECD-Länder. In Bezug auf Cannabis verzeichnet die DHS einen steigenden Trend. 4,5 Millionen erwachsene Deutsche (8,8 %) und 7,6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen gaben an, in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumiert zu haben. In jeder Altersstufe konsumieren Männer bzw. Jungen mehr als Frauen und Mädchen. Auch der problematische Gebrauch ist steigend. Von letzterem sind Männer mit 3,4 Prozent nahezu doppelt so häufig betroffen wie Frauen (1,6 %). Weitere Daten und Fakten rund um den Konsum legaler und illegaler Drogen stehen mit dem Jahrbuch Sucht ab sofort auf der Website der DHS zum Download bereit.

„Cannabis Kompakt“ vom IFT- Nord

Cannabis Kompakt ist ein Projekt des IFT-Nords und unterstützt Lehrkräfte dabei, Schüler*innen ab der Klassenstufe 8 über Cannabis zu informieren. Cannabis Kompakt richtet sich an 14-bis 16-Jährige und bietet ausformulierte Unterrichtseinheiten. Die Materialien sind für alle Schulformen kostfrei erhältlich. Weitere Informationen finden Sie hier..

Neue Webseite für Kokainkonsumierende

Ab sofort steht eine neue Plattform mit Informationen zu Wirkung und zu Risiken von Kokain bereit. Interessierte finden neben Fakten zur Substanz fünf verschiedene anonyme Selbsttests, die zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten anregen. Jeder Selbst-Test ist in Abhängigkeit vom Testergebnis und dem Konsumverhalten mit einer personalisierten Rückmeldung verbunden. Die Webseite wurde in Partizipation mit Suchtberatungsstellen und Kokainkonsumierenden erstellt. Weitere Informationen gibt es unter kokain.info.

Crack-Konsum in deutschen Großstädten

Die Deutsche Aidshilfe hat in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Drogenkonsumräume in Deutschland Empfehlungen zum Umgang mit Crackkonsumierenden aus der Praxis für die Praxis erarbeitet. Grund dafür ist der steigende Konsum vor allem in deutschen Großstädten. In der Handreichung sind niedrigschwellige Maßnahmen für die Suchthilfe aufgeführt. Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Burkhard Blienert erklärt: „Was wir brauchen, sind gute Lösungen vor Ort, hier muss nicht jede Kommune das Rad neu erfinden. Es gibt bewährte Angebote wie Drogenkonsumräume oder niedrigschwellige Hilfsangebote und aufsuchende soziale Arbeit. Allerdings müssen diese für Crackkonsumierende modifiziert werden. Um Alternativen zum Crackkonsum in der Öffentlichkeit zu schaffen, sollten zum Beispiel spezielle Expresskonsumplätze in Drogenkonsumräumen eingerichtet werden.“ Zur Pressemeldung des Bundesdrogenbeauftragen.

Neue Publikation zu Glücksspielsucht im Alter

Ein bedeutsamer Anteil der Personen ab 60 Jahren in Deutschland nimmt an Glücksspielen teil. So heißt es in einer neuen Publikation zum Thema Glücksspielsucht im Alter. Die Autoren Dr. Tobias Hayer und Dr. Jens Kalke hatten sich in einer Forschungsarbeit mit Risikobedingungen, Entwicklungsverläufen und Präventionsansätzen bezüglich Glücksspielsucht bei älteren Menschen beschäftigt. Der nun vorliegende Ergebnisbericht legt nahe, dass zwar keine erhöhten rein altersspezifischen Risikobedingungen bei der Generation 60+ zu erkennen seien, altersunabhängige Faktoren wie eine erschwerte soziale Teilhabe, Einsamkeit und Verluste aber durchaus eine Rolle spielten. Präventionsmaßnahmen seien daher vor allem für eher isoliert lebende ältere Menschen notwendig. Den vollständigen Ergebnisbericht finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Umzug des gemeinsamen Dienstbüros der Anonymen Alkoholiker Deutschland

Das Gemeinsame Dienstbüro der Anonymen Alkoholiker Deutschland ist ab sofort in der Frankfurter Allee 40, 10247 Berlin zu finden. Es dient den AA Gruppen in Deutschland als Ansprechpartner für alle Fragen und administrativen Belange. Für Anfragen steht ebenfalls die AG Öffentlichkeitsinformation bereit. Sie kontaktiert Medien, Schulen, Industriebetriebe und andere Organisationen, um über das Wesen und den Zweck der Anonymen Alkoholiker zu informieren und gibt Auskunft darüber, was AA für Betroffene tun kann. Die AG ist per E-Mail an aa-berlin@anonyme-alkoholiker.de erreichbar.

App „Meine Zeit ohne – Die Challenge“ vom IFT- Nord

Das App-basierte Präventionsprogramm "Meine Zeit ohne" ist für Schüler*innen von Berufsschulen entwickelt worden und fördert die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten. Teilnehmer*innen verzichten für zwei Wochen auf bestimmte Gewohnheiten (Konsum von Alkohol oder Cannabis, Rauchen, Nutzung sozialer Medien, Computerspiele, Glücksspiele) oder reduzieren sie, um alternative Verhaltensweisen zu erproben. Hier finden Sie mehr Informationen zum Projekt.

Veranstaltungen der BLS

Veranstaltungen des Fachbereichs Suchthilfe

23.09.2024 | Gewaltschutz, Deeskalation und Kommunikation
Präsenzveranstaltung in Potsdam

Veranstaltungen des Fachbereichs Suchtprävention

23.08./24.08./06.09.2024 | Suchtpräventionsschulung für Präventionsbeauftragte von Cannabisanbauvereinigungen
3-tägige Fortbildung in Potsdam und online

03./04.09.2024 | Multiplikator*innen-Schulung Net-Piloten 
Präsenzveranstaltung in Potsdam 

19.09.2024 | Be Smart - Don`t Start: "Es qualmt noch - Rauchen ist immer noch ein Thema"
Online-Auftaktveranstaltung

20.09/21.09./10.10.2024 | Suchtpräventionsschulung für Präventionsbeauftragte von Cannabisanbauvereinigungen
3-tägige Fortbildung in Potsdam und online

01.10.2024 | save-the-date: Rausch und Drogen online: Mischkonsum (mit Alkohol)
Online-Fortbildung, Anmeldungen ab August möglich

07.10.2024 | save-the-date: Rausch und Drogen online: Xannies, Oxys, Lean und Tilidin -Verbreitung und Prävention von Benzodiazepinen und Opioiden unter Jugendlichen
Online-Fortbildung, Anmeldungen ab August möglich

08./09.10.2024 | Schulung zum*zur EIGENSTÄNDIG WERDEN-Multiplikator*in
Online-Fortbildung

Veranstaltungen des Projektes selbstbestimmt

09./10.09.2024 | „SAG NEIN!" - Suchtpräventionsprogramm für Menschen mit Behinderung
Multiplikator*innen-Schulung

11./12./13.11.2024 | FAMILIE SUCHT HILFE
Multiplikator*innenschulung in Potsdam

25.11.2024 | LEBEN MIT FASD - Alkohol in der Schwangerschaft
Teil 1 der Online-Fortbildungsreihe LEBEN MIT FASD

02.12.2024 | LEBEN MIT FASD - Kindheit
Teil 2 der Online-Fortbildungsreihe LEBEN MIT FASD

09.12.2024 | LEBEN MIT FASD - Jugend und Erwachsenenalter
Teil 3 der Online-Fortbildungsreihe LEBEN MIT FASD

Veranstaltungen des Fachbereichs Sucht-Selbsthilfe

12.10.2024 | save-the-date: Lots*in im Lotsennetzwerk Brandenburg
Präsenzveranstaltung in Potsdam

Fortbildungsreihe für Leiter*innen von Sucht-Selbsthilfegruppen:

21./22.09.2024 | 3.Teil: Umgang mit Konflikten (ausgebucht)
Präsenzveranstaltungen in Elstal

Veranstaltungen des Fachbereichs Digitalisierung

11.07.2024 | DigiSucht in Brandenburg
Online-Informationsveranstaltung

11.09.2024 | digital.kompetent.beraten - Vertiefungsreihe Blended Consulting
Online-Veranstaltung

14.11.2024 | digital.kompetent.beraten - Umgang mit Krisen in der Online-Suchtberatung
Online-Veranstaltung

Qualifizierungsreihe "Beratung und Behandlung bei pathologischem Glücksspielverhalten" 2024

10. - 11.10.2024 | Aufbauseminar: Stärkung von Selbstwert und sozialer Kompetenz in der Beratung bei pathologischem Glücksspielverhalten 
Präsenzveranstaltung in Potsdam

Termine

09.09.2024 | Medikamentenkonsum und-missbrauch bei Kindern und Jugendlichen: Aktuelles aus Wissenschaft und Praxis
Online-Fachtag 2024 des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters

23.-25.09.2024 | Deutscher Suchtkongress 2024: Forschung, Prävention und Hilfen gemeinsam gestalten
Kongress in Köln

24./25.09.2024 | Management in der Suchthilfe
31. Fachtagung des Bundesverbandes Suchthilfe e.V. in Kassel

28.-30.10.2024 | save-the-date: 63. DHS Fachkonferenz SUCHT: "Lebenswelten bewegen"
Fachkonferenz in Essen

 

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Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V.
Behlertstraße 3A, Haus H1
14467 Potsdam

Telefon (0331) 581 380 0
Telefax (0331) 581 380 25
info@blsev.de | https://www.blsev.de

Vertreten durch den Vorstand
Jens-Uwe Scharf, Heike Kaminski und Elisabeth Schütz

Eintragung im Vereinsregister
Registergericht: Amtsgericht Potsdam
Registernummer: VR 1412 P

Inhaltlich verantwortlich gemäß §5 TMG und §55 RStV:
Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V.
Andrea Hardeling, Behlertstraße 3A, Haus H1, 14467 Potsdam
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