Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen (BLS) e.V.

Behlertstraße 3A, Haus H1
14467 Potsdam

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Termine & Veranstaltungen

24
Feb
2019

24. Suchtselbsthilfetagung im Land Brandenburg

Süchtig - mittendrin oder außen vor?

Menschen mit einer Suchterkrankung fühlen sich aufgrund ihrer Krankheit häufig nicht mehr als Teil der Gesellschaft. Die mit der Sucht einhergehenden Einschränkungen, Stigmatisierungen und Hürden der gesellschaftlichen Teilhabe werden bei der Bewältigung der Suchterkrankung bearbeitet.

Programm

  • 09:30 Uhr: Anreise und Anmeldung
  • Musikalische Eröffnung: Daniel Buder
  • 10:00 Uhr: Begrüßung (Christian Thomes, Vorstandsvorsitzender der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen e.V./ N.N. , Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF)
  • 10:30 Uhr: Bin ich schon drin? Wie kann Teilhabe an der Gesellschaft für Menschen mit Suchterkrankungen gelingen?                                   Prof. Dr. Johannes Lindenmeyer, salus klinik Lindow
  • Musikalischer Beitrag: Daniel Buder
  • 11:30 Uhr: Mittagspause und Zeit für Begegnung
  • 13:00 Uhr: Workshops
  • 14:30 Uhr: Gemeinsamer Abschlusskaffee

Workshops

W1: Ich bin süchtig - Na und?!
(ausgebucht)

Holger Guse, Freie Selbsthilfegruppe (FSHG) Potsdam / Marianne Kleinschmidt, Diplom-Psychologin, Berlin

Niemand spürt so deutlich, dass Alkohol eine gesellschaftlich weit verbreitete Droge ist, wie der trockene Alkoholiker. Gemeinsam wollen wir Strategien zu Themen erarbeiten, wie zum Beispiel Wie bleibe ich trocken? und Wie nehme ich wieder am gesellschaftlichen Leben teil?

W2: Süchtig… selber schuld?! Umgang mit Vorurteilen, Diskriminierung und Stigmatisierung

Martina Arndt-Ickert, Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V.  / Aileen Foof, Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V.

Der Blick auf Menschen mit Suchterkrankungen ist stetig im Wandel und es gibt verschiedene Perspektiven. Gemeinsam wollen wir erarbeiten, welche Strategien helfen können, Diskriminierungen und Stigmatisierung entgegenzuwirken. 

W3: Junge Betroffene – Zwischen Ausstieg und Aufbruch

Klaus Böldicke, Cleanways (U30), Potsdam und Daniel Zeis, AWO Bezirksverband Potsdam e.V., Ambulante Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke und Suchtgefährdete

Eine grundsätzliche Unsicherheit im Umgang mit Suchterkrankungen in der Gesellschaft erfahren auch junge Betroffene. Ablösung, Persönlichkeitsentwicklung bzw. die Auslotung von beruflichen und privaten Perspektiven stehen an. Freundeskreise sind häufig nach Konsummuster ausgewählt und zerfallen nach der Entscheidung zum Ausstieg. Wichtige gesellschaftliche Zugänge müssen entwickelt werden. Wie das gelingen kann, wollen wir im Workshop erarbeiten.

W4: Süchtige Frauen – doppelt stigmatisiert, doppelt belastet?! (nur für Frauen)

Rosi Lieckfeldt, SuchtGefährdetenDienst der Diakonie Berlin-Brandenburg e.V. Petra Zimdars, salus klinik Lindow

Süchtige Frauen erleben nach wie vor eine doppelte Stigmatisierung - insbesondere in der Elternrolle. Trotz aller Gleichstellungsbemühungen sind sie, wie andere Frauen auch, doppelt belastet durch Aufgaben in Beruf und Familie und haben gleichzeitig einen geringeren Anteil bei der Behandlung Süchtiger im Vergleich zu ihrer geschätzten Zahl. Wir möchten miteinander diskutieren, ob dies auch den Erfahrungen der Teilnehmerinnen entspricht und wie man die Teilhabe für süchtige Frauen verbessern könnte.

W5: Akzeptanz, Vielfalt und Entwicklung der Suchtselbsthilfe 
(ausgebucht)

Alexandra Pasler, Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. und Franziska Weise, Christliches Sozialwerk ICHTHYS, Blankenfelde-Mahlow

(in Vertretung für Claudia Huhmann, Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Potsdam e. V., Referat Drogen/Sucht)

Welche aktuellen Entwicklungen der Sucht in unserer Gesellschaft und in der Suchthilfe haben Folgen für die Suchtselbsthilfe? Was kann das für uns bedeuten? Wie können wir mit Problemen gut umgehen und vor allem Lösungen für Gegenwart und Zukunft finden? Eine starke und kreative Selbsthilfe kennt ihre Bedürfnisse und den Bedarf in unserer Gesellschaft und kann für alle und jede*n sehr wichtig sein und/oder werden. Im Workshop können wir uns gegenseitig informieren, vorbereiten und stärken.

Offener Workshop / Themencafé

Andrea Hardeling und Nina Meyer, Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V.

Teilnehmende können sich hier zu verschiedenen Themen der Selbsthilfe austauschen, zum Beispiel

  • Was hat mich dazu bewegt, den Schritt in die Selbsthilfe zu wagen?
  • Was bräuchte ich heute für diesen Schritt?
  • Wie sollte mein Selbsthilfesystem aussehen?

Hinweis

Das Veranstaltungsprogramm finden Sie im Flyer zur Selbsthilfetagung.

 
Datum / Zeit:
24. Februar 2019, 10:00 Uhr bis 15:15 Uhr
Ort:
Hoffbauer Tagungshaus, Hermannswerder 23, 14473 Potsdam
Teilnehmerbeitrag:
10,00 Euro
Anmeldeschluss:
15.02.2019

Diese Veranstaltung kann nicht mehr gebucht werden, die Anmeldefrist ist verstrichen.