Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen (BLS) e.V.

Behlertstraße 3A, Haus H1
14467 Potsdam

Telefon: 0331 - 581 380-0
Telefax: 0331 - 581 380-25

URI: https://www.blsev.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Jahr 2020 hat mit vielen verschiedenen Projekten und Themen begonnen.
In diesem Jahr steht das Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien bei vielen Akteuren im Fokus, was auch in einigen Meldungen unseres aktuellen Newsletters sichtbar wird. Besonders gespannt können wir auch auf das nächste Plenum der Landessuchtkonferenz am 22. April sein, welches sich zurzeit in Vorbereitung befindet.
Viel Spaß beim Lesen unseres Newsletters wünscht Ihnen

Andrea Hardeling
Geschäftsführerin

Save the Date: 7. Plenum der Landessuchtkonferenz

Am 22. April 2020 findet das 7. Plenum der Landessuchtkonferenz (LSK) in Potsdam statt. Unter dem Titel Un-abhängig in jedem Lebensalter werden verschiedene Lebensphasen und damit verbundene Besonderheiten bezüglich des Substanzkonsums und der Suchtentwicklung in den Blick genommen. Hierzu werden Fachvorträge und eine Diskussionsrunde stattfinden. Die Arbeitskreise der LSK stellen die Arbeit der vergangenen Jahre vor und benennen Zielsetzungen für ihre zukünftige Arbeit, die im Plenum abgestimmt werden.
Das Plenum der LSK richtet sich sowohl an deren Mitglieder und Gäste als auch an alle am Thema Interessierten. Weitere Informationen finden Sie demnächst unter www.lsk-brandenburg.de.

Suchtselbsthilfetagung 2020 | Gruppenleiterschulungen

Was die Seele stark macht - so lautet das Motto der 25. Suchtselbsthilfetagung im Land Brandenburg, die am 23. Februar 2020 in Potsdam stattfindet und mit mehr als 200 Teilnehmenden bereits ausgebucht ist.
Nach einem Hauptvortrag zum Thema Resilienz haben Vertreter*innen aus Suchtselbsthilfegruppen und -verbänden im Land Brandenburg die Möglichkeit, sich in sieben unterschiedlichen Workshops auszutauschen.
Die vier Veranstaltungen der Fortbildungsreihe für Leiter*innen von Suchtselbsthilfegruppen 2020 erfahren, wie auch in den vergangenen Jahren, ein sehr großes Interesse und sind ebenfalls ausgebucht.

Lots*in im Lotsennetzwerk Brandenburg

Das Lotsennetzwerk Brandenburg ist in vielen Regionen des Landes aktiv. Um weiteren Interessierten die Möglichkeit zu geben, als Betroffene oder Angehörige in der ehrenamtlichen Begleitung von suchtkranken Menschen tätig zu werden, findet am 7. März 2020 eine Schulung für neue Lotsinnen und Lotsen statt. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nach telefonischem Vorgespräch unter (0331) 581 380 26 bis zum 1. März möglich. Auch für Rückfragen per E-Mail steht die Koordinatorin des Lotsennetzwerkes, Maria Nehrkorn, zur Verfügung.

Qualifizierung 2020: Beratung und Behandlung bei pathologischem Glücksspielverhalten

Die BLS bietet auch in diesem Jahr die glücksspielsuchtspezifische Qualifizierungsreihe für Suchtberater*innen, Suchttherapeut*innen und Psychotherapeut*innen an.
Ergänzend zur Basisqualifizierung findet im November das zweitägige Aufbauseminar Glücksspiel | Sucht | Depression statt. Alle Veranstaltungen wurden durch die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer akkreditiert und können über den Menüpunkt Termine auf der Internetseite der BLS gebucht werden.
Rückfragen zur Qualifizierung beantwortet Alexandra Pasler, Referentin für Glücksspielsucht, per E-Mail oder telefonisch unter (0331) 581 380 23.

Fortbildungen: Suchtsensible Pflege

Das Thema Sucht im Alter gewinnt in Pflegeeinrichtungen zunehmend an Bedeutung. Um suchtgefährdete und suchterkrankte ältere Menschen zu unterstützen, benötigen Pflegekräfte Hintergrundwissen.
Nach einer ersten Veranstaltung im Januar bietet die BLS in Unterstützung durch die AOK Nordost im August und November 2020 jeweils eine weitere Fortbildung für Pflegefachkräfte an. Hier werden Risiken und Nebenwirkungen von psychoaktiven Substanzen vorgestellt und eine Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung angeregt. Darüber hinaus geht es um das Erkennen von Suchtgefährdung und Sucht sowie die Möglichkeiten einer angemessenen Intervention.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Onlinebuchung finden Sie auf unserer Internetseite im Menüpunkt Termine. Für Rückfragen steht Alexandra Lehrmann telefonisch unter (0331) 581 380 28 oder per E-Mail zur Verfügung.

Manual und Materialsammlung für die Beratung pathologischen Glücksspielverhaltens

Der Ordner Manual und Materialsammlung für die Beratung pathologischen Glücksspielverhaltens wurde von Dr. Dipl.-Psych. Yvonne Kulbartz-Klatt und Prof. Dr. Johannes  Lindenmeyer im Jahr 2012 konzipiert und richtet sich vor allem an Fachkräfte aus der ambulanten Suchthilfe.
Vor kurzem wurde das Manual überarbeitet. Die erste Auflage des Ordners inklusive Manual ist bis Ende März 2020  zum reduzierten Preis von 20,00 € inklusive Versand bei der arbeitstherapeutischen Übungsfirma der salus klinik Lindow bestellbar. Ab April sind die Materialien in neuem Layout für 30,00 € zzgl. Versandkosten dort erhältlich.
Das Beratungsmanual enthält unter anderem Hinweise zur Strukturierung des Erstgespräches unter Benennung interaktioneller Schwierigkeiten, zum diagnostischen Vorgehen und zur Gestaltung von Beratungs- und Gruppenkontakten.
Ergänzt wird es durch eine umfangreiche Materialsammlung, die sowohl im Einzel- als auch im Gruppenkontakt mit glücksspielsüchtigen Klient*innen bzw. mit Angehörigen anwendbar ist.

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) der BLS mit positiver Zwischenbilanz

Die EUTB in Potsdam und Nauen hat sich in den Hilfestrukturen etabliert. Neben den offenen Sprechstunden haben Ratsuchende die Möglichkeit, sich sowohl telefonisch als auch per Mail beraten zu lassen. Die Themen in der Beratung sind dabei sehr vielfältig und genauso individuell wie jeder Mensch. Die Beraterinnen arbeiten sich fortwährend in neue Themengebiete ein, recherchieren und lernen dazu. Dabei steht die Wertschätzung und Akzeptanz eines jeden Menschen in seiner Gesamtheit im Vordergrund. Kompakte Informationen zur EUTB und zu den aktuellen Sprechzeiten befinden sich auf der Internetseite der BLS.

Erste Brandenburger Präventionskonferenz: Dokumentation

Im vergangenen Jahr haben wir bereits im Newsletter über die erste Brandenburger Präventionskonferenz Gemeinsam gestalten – Gesundheit fördern vom 19. Juni 2019 berichtet.
Die nun vorliegende Dokumentation der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Brandenburg fasst die Präsentationen vom Vormittag sowie die vielseitigen Ergebnisse der Dialogforen am Nachmittag zusammen. Sie zeigt darüber hinaus die Potenziale der Weiterentwicklung einer passgenauen Prävention und Gesundheitsförderung im Land Brandenburg auf.

Update zur Analyse der Versorgungssituation Suchtkranker in Deutschland

Der Ad-hoc-Ausschuss Versorgung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. hat eine aktuelle Analyse zur Versorgung von Menschen mit Suchtproblemen in Deutschland vorgelegt. Diese weitet den verengten Blick auf das spezifische und hoch spezialisierte Versorgungssystem der Suchthilfe aus und bezieht sowohl suchtspezifische als auch nicht suchtspezifische Leistungen ein, die Menschen mit Suchtproblemen in anderen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens in Anspruch nehmen. Darüber hinaus listet sie Meilensteine in der Entwicklung der Versorgung Suchtkranker in Deutschland auf, die eine Entwicklung über mehr als 150 Jahre umfassen.

GKV-Förderprogramm für zielgruppenspezifische Projekte

Landkreise und kreisfreie Städte können an das GKV-Bündnis für Gesundheit ab sofort zwei Anträge auf zielgruppenspezifische Projektförderung stellen. Voraussetzung ist, dass mindestens einer dieser Anträge sich auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche aus sucht- und/oder psychisch belasteten Familien bezieht. Diese sind eine Hochrisikogruppe für die Entwicklung einer eigenen Abhängigkeitserkrankung bzw. einer psychischen Erkrankung, so dass gesundheitsfördernde und präventive Interventionen hier besonders notwendig sind. 
Auch auf politischer Ebene wurde dies erkannt: Die Arbeitsgruppe Kinder psychisch und suchtkranker Eltern hat sich auf der Basis eines einstimmig verabschiedeten interfraktionellen Bundestags-Antrags mit der Thematik beschäftigt und einen Abschlussbericht veröffentlicht, in dem Empfehlungen zum Ausbau der Unterstützungsleistungen für Kinder aus den entsprechenden Familien benannt werden.

Forschungsprojekt: Kinder aus glücksspielsuchtbelasteten Familien

Das Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen führt aktuell im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung das Forschungsprojekt Kinderglück durch. Dieses befasst sich mit dem Thema Kinder aus glücksspielsuchtbelasteten Familien.
Für die bis Juni 2020 stattfindende Befragung im Rahmen des Projekts werden Jugendliche und junge Erwachsene (15–27 Jahre) gesucht, die Erfahrung mit Glücksspiel in der Familie haben.
Weiterführende Informationen zum Projekt finden Sie im Projektflyer.

bunt statt blau: Plakatwettbewerb 2020

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto haben die Brandenburger Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz Ursula Nonnemacher und die DAK-Gesundheit die Kampagne bunt statt blau 2020 zur Alkoholprävention in Brandenburg gestartet. Im elften Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Mitmachen können Einzelteilnehmende und Teams im Alter von 12 bis 17 Jahren. Zu gewinnen gibt es Geldpreise auf Bundes- und Landesebene. Einsendeschluss ist der 31. März 2020. Weiterführende Informationen finden Sie in einer Pressemitteilung der DAK-Gesundheit vom 30. Januar 2020.

Drogen- und Suchtbericht 2019

Deutsche Justizvollzugsanstalten sehen sich angesichts eines vergleichsweise hohen Aufkommens von Substanzkonsum und Abhängigkeiten unter den Insassen mit großen Herausforderungen bezüglich einer angemessenen medizinischen Behandlung, Beratung und Betreuung sowie der Überleitung in das Hilfesystem nach Haftentlassung konfrontiert. Dies geht aus dem Drogen- und Suchtbericht 2019 der Bundesdrogenbeauftragten Daniela Ludwig hervor. Das Thema Drogen und Sucht in Haft stellt einen Schwerpunkt des Berichts dar. Er enthält außerdem aktuelle Informationen zur Verbreitung des Suchtmittelkonsums in Deutschland und gibt einen Überblick über neue gesetzliche Regelungen und Projekte im Themenfeld Drogen und Sucht.

Reitox-Bericht 2019 veröffentlicht

Der aktuelle Jahresbericht der deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) beinhaltet umfangreiches Zahlenmaterial und Hintergrundinformationen über Entwicklungen rund um illegale Drogen in Deutschland.
Nach den neuesten Bevölkerungsumfragen haben in Deutschland im Jahr 2018 etwa 15,2 Mio. Erwachsene im Alter von 18 bis 64 Jahren (29,5 Prozent) zumindest einmal in ihrem Leben eine illegale Droge konsumiert.
Cannabis nimmt unter den illegalen Drogen weiterhin die prominenteste Rolle ein:  Im Jahr 2018 haben 8,0 Prozent der Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren und 7,1 Prozent der Erwachsenen innerhalb eines Jahres mindestens einmal Cannabis konsumiert.
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite der DBDD.

rauchfrei ticket: der schnelle Weg in die kostenfreie Telefonberatung – Multiplikatoren-Training 2020

Mit dem rauchfrei-ticket können Kliniken die Vermittlung in die kostenfreie proaktive Telefonberatung für rauchende Patientinnen und Patienten anbieten. Dies ist besonders hilfreich, wenn die Beratung und Nachsorge vor Ort nicht geleistet werden kann. Hier unterstützt die täglich besetzte Telefonberatung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bei der Vorbereitung, der Begleitung oder der Stabilisierung des Rauchstopps. Die Implementierung wird im Auftrag der BZgA vom Deutschen Netz Rauchfreier Krankenhäuser & Gesundheitseinrichtungen (DNRfK e.V.) durchgeführt. Etwa zweimal jährlich werden Multiplikatoren-Trainings für Kliniken angeboten. Nächster Termin: Donnerstag, 23. April 2020 in Berlin.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter (030) 49 855 91 direkt an das DNRfK-Büro.

Veranstaltungen der BLS

23.02.2020 | 25. Suchtselbsthilfetagung in Brandenburg
Was die Seele stark macht

07.03.2020 | Lots*in im Lotsennetzwerk Brandenburg
Fortbildung für Betroffene und Angehörige, die im Lotsennetzwerk Brandenburg tätig werden möchten

13. - 15.05.2020 | Beratung und Behandlung bei pathologischem Glücksspielverhalten
Basisqualifizierung, Teil 1

05.06.2020 | Substanzkonsum und Suchtprävention bei Jugendlichen (ausgebucht)
Fortbildung für Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*Innen, Fachkräfte aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie aus angrenzenden Fachbereichen

Termine

01. - 03.04.2020 | 25. Tübinger Suchttherapietage

22. - 23.04.2020 | 4. Fachtagung Maßregelvollzug und Sucht in Duisburg
Recht, Sucht, Gesellschaft im Wandel - Forensische Suchtbehandlung auf dem Weg

02. - 05.06.2020 | 25. Suchttherapietage in Hamburg
Veränderte Gesellschaft, veränderte Sucht: Therapie und Prävention wie gehabt?

25. - 26.05.2020 | 42. fdr+sucht+kongress in Berlin
Update Konsum - Upgrade Hilfe

17. - 19.06.2020 | Gemeinsamer Suchtkongress des Fachverbands Sucht e.V. und des Bundesverbands stationäre Suchtkrankenhilfe in Münster
Zusammenhalten und zusammen gestalten