Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen (BLS) e.V.

Behlertstraße 3A, Haus H1
14467 Potsdam

Telefon: 0331 - 581 380-0
Telefax: 0331 - 581 380-25

URI: https://www.blsev.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die DHS veröffentlichte in diesem Jahr den Notruf zur Finanzierung der ambulanten Suchthilfe sowie die Forderungen zur Suchtberatung. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass die Kommunen in Kooperation mit den Trägern der Suchthilfe und Suchtprävention vor Ort wesentliche Partner zur Verbesserung der gesundheitlichen Lage bestimmter Zielgruppen haben.

Aus diesem Anlass hat dieser Newsletter den Schwerpunkt Kommunale Suchthilfe/Kommunale Suchtprävention und enthält Informationen zu Veranstaltungen, Fördermöglichkeiten und einem Wettbewerb in diesem Themenfeld.

In der Hoffnung, dass damit die kommunalen Aktivitäten in den Regionen gestärkt werden,  steht die BLS wie gehabt für die Entwicklung von Ideen und Kooperationen zur Verfügung.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Andrea Hardeling
Geschäftsführerin

Neue Bundesdrogenbeauftragte: Daniela Ludwig

Im September wurde Daniela Ludwig (CSU) als neue Drogenbeauftragte der Bundesregierung berufen. Sie ist seit 2002 Mitglied im Deutschen Bundestag und verkehrspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Zu den Arbeitsschwerpunkten der Drogenbeauftragten gehören unter anderem die Förderung und Unterstützung von Initiativen und Aktivitäten der Sucht-und Drogenprävention. Sie vertritt die Sucht- und Drogenpolitik der Bundesregierung auf internationaler Ebene und in der Öffentlichkeit.
Weitere Informationen finden Sie in einer Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums vom 18. September und  unter www.drogenbeauftragte.de.

Kommunale Suchtprävention: Jahrestagung der Bundesdrogenbeauftragten

Städten, Gemeinden und Landkreisen kommt bei der Suchtprävention und der Suchthilfe eine Schlüsselstellung zu. Ohne engagierte Kommunen kann die Drogen- und Suchtpolitik von Bund und Ländern nicht erfolgreich sein. Ohne ein gutes Miteinander mit Bund und Ländern fällt es auch vielen Kommunen schwer, ihre Möglichkeiten in der Prävention und Suchthilfe in voller Breite auszuschöpfen. Welche Wege können Städte, Gemeinden und Landkreise bei Prävention, Beratung und ambulanter Rehabilitation gehen? Mit welchen praktischen Herausforderungen sind sie dabei konfrontiert? Welche Chancen bieten neue Instrumente wie das Präventionsgesetz?
Mit der Jahrestagung der Bundesdrogenbeauftragten am 27. November 2019 unter der Überschrift Sucht im Fokus - Kommunen engagiert vor Ort wird das Thema Sucht und Kommune prominent auf die die politische Agenda gesetzt und soll einen intensiven Dialog zwischen Kommunen und Suchthilfe anstoßen.

Kommunale Suchtprävention: Bundeswettbewerb

Vor kurzem startete der 8. Bundeswettbewerb Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention. Durchgeführt wird der Wettbewerb von der Bundesdrogenbeauftragten und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände und des GKV-Spitzenverbandes.
Zum Wettbewerb eingeladen sind alle deutschen Städte, Gemeinden und Landkreise. Teilnahmeberechtigt sind darüber hinaus Kommunalverbände sowie die Träger der kommunalen Selbstverwaltung in den Stadtstaaten. Präventionsaktivitäten Dritter wie Wohlfahrtsverbände, Betriebe oder private Initiativen können nur als Bestandteil der Bewerbung einer Kommune berücksichtigt werden.
Wettbewerbsbeiträge können bis zum 15. Januar 2020 eingereicht werden.
Weitere Informationen enthält eine Pressemitteilung der Bundesdrogenbeauftragten vom 9. Oktober.

Kommunale Suchtprävention: GKV-Förderung

Mit dem kommunalen Förderprogramm des GKV-Bündnisses für Gesundheit wollen die gesetzlichen Krankenkassen einen wesentlichen Beitrag zur systematischen Weiterentwicklung und Stärkung der kommunalen Prävention und Gesundheitsförderung sowie zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit leisten. Im Fokus steht dabei die Unterstützung von Kommunen mit Problemlagen und besonderen sozialen bzw. gesundheitlichen Herausforderungen (Kommunaler Strukturaufbau). Darüber hinaus sollen insbesondere vulnerable Zielgruppen wie z.B. Kinder aus suchtbelasteten Familien stärker als bisher von gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen profitieren (Zielgruppenspezifische Förderung).

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) der BLS in Potsdam

Seit September bietet die BLS zusätzlich zum Standort in Nauen auch Teilhabeberatung in Potsdam an.
Das Angebot richtet sich an alle Menschen mit Teilhabebeeinträchtigungen. Auch Angehörige und weitere Bezugspersonen, die Fragen zu Rehabilitationsleistungen haben, finden hier Unterstützung.
Ratsuchende und Fachkräfte können sich per E-Mail oder telefonisch an Alexandra Lehrmann (0331 / 581 380 28) und Isabel Kiesewetter (0331 / 581 380 29) wenden. Kompakte Informationen befinden sich auch im aktualisierten Flyer der EUTB.

Fachtag: Suchtprävention an Schulen

Am 7. November 2019 veranstaltet die BLS e.V. in Kooperation mit den Überregionalen Suchtpräventionsfachstellen und dem MASGF einen Fachtag zum Thema Schulische Suchtprävention. Dieser richtet sich an Schulleiter*innen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen, Hortleiter*innen, Eltern- und Schülergremien sowie an Verantwortliche aus der Berufsbildung und Präventionsfachkräfte.
Der Fachtag ist ausgebucht. Bei Interesse besteht die Möglichkeit, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen. Bitte wenden Sie sich in diesem Zusammenhang per E-Mail an Ulli Gröger in der BLS.
Kompakte Informationen finden Sie auch im Veranstaltungsflyer.

Fortbildung für Pflegekräfte

Im kommenden Jahr bietet die BLS im Januar,  August und November jeweils eine kostenfreie Fortbildung zum Thema Suchtsensible Pflege an. Diese wird von der AOK Nordost gefördert und richtet sich an Mitarbeitende und Auszubildende aus der Pflege bzw. aus Pflegeeinrichtungen. Die Teilnehmenden werden qualifiziert, Sucht und Suchtgefährdung zu erkennen, die Problematik angemessen anzusprechen und die Inanspruchnahme von Hilfen zu fördern.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Onlinebuchung finden Sie auf unserer Internetseite im Menüpunkt Termine.

"Be Smart – Don’t Start" 2019/2020

Der bundesweit durchgeführte Wettbewerb Be Smart – Don’t Start gehört zu den bekanntesten Präventionsmaßnahmen im Bereich der schulischen Tabakprävention.
Am 11. November beginnt der neue Wettbewerbszeitraum für das aktuelle Schuljahr. Interessierte Schulklassen können sich noch bis zum 9. November über die Internetseite des IFT-Nord für die Teilnahme anmelden. Der Wettbewerb endet am 30. April 2020.
Schulklassen, die bis zu diesem Zeitpunkt rauchfrei geblieben sind und dies regelmäßig an das IFT-Nord zurückgemeldet haben, können attraktive Sach- oder Geldpreise zu gewinnen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich im Rahmen des Be Smart-Kreativwettbewerbs auch künstlerisch mit dem Thema Nichtrauchen auseinanderzusetzen.
In Brandenburg wird Be Smart – Don’t Start bereits seit 19 Jahren durchgeführt.  Im vergangenen Schuljahr nahmen 424 brandenburgische Schulklassen am Wettbewerb teil.

Epidemiologischer Suchtsurvey 2018 erschienen

Mit dem Epidemiologischen Suchtsurvey (ESA) des Instituts für Therapiefoschung wird seit den 1980er Jahren in regelmäßigen Zeitabständen der Konsum von Alkohol, Tabak, illegalen Drogen sowie Medikamenten in der Allgemeinbevölkerung Deutschlands erfasst. Die Stichprobe aus der deutschen Erwachsenenbevölkerung umfasste im Jahr 2018 9 267 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren (Antwortrate 42 Prozent). In den letzten 30 Tagen vor der Befragung hatten 71,6 Prozent der Befragten Alkohol und 28,0 Prozent Tabak konsumiert. Den Gebrauch von E-Zigaretten berichteten 4,0 Prozent und 0,8 Prozent nutzten heat-not-burn-Produkte. Unter den illegalen Drogen wurde Cannabis (12-Monats-Prävalenz) mit 7,1 Prozent am häufigsten konsumiert, gefolgt von Amphetaminen (1,2 Prozent). Die Gebrauchsprävalenz nichtverordneter Analgetika (31,4 Prozent) war deutlich höher als die vom Arzt verordneter Analgetika (17,5 Prozent), sie wurden im Vergleich zu anderen Medikamenten jedoch seltener täglich genutzt. Mindestens eine Abhängigkeitsdiagnose (12-Monats-Prävalenz) wiesen 13,5 Prozent der Stichprobe auf.
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.esa-survey.de.     

BzgA-Studie: Rauchen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen 2018

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat neue repräsentative Studienergebnisse zum Rauchverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland vorgestellt. Im Rahmen der wissenschaftlichen Erhebung wurden zwischen April und Juni 2018 bundesweit 7.002 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren befragt.
Die Befragungsergebnisse zeigen, dass sich die positive Entwicklung beim Rauchverhalten junger Menschen fortsetzt. Die Raucherquote der 12- bis 17-Jährigen ist seit 2001 von 27,5 Prozent auf aktuell 6,6 Prozent gesunken. Unterschiede im Rauchverhalten zwischen den Geschlechtern gibt es in dieser Altersgruppe kaum noch. Auch bei den 18- bis 25-Jährigen geht die Raucherquote deutlich zurück und liegt derzeit bei 24,8 Prozent.
Ein Info-Blatt enthält ausgewählte Ergebnisse der Studie.
Weiterführende Informationen können Sie der Pressemitteilung der BZgA vom 12. September entnehmen.

Pathologisches Glücksspiel: Kurzbericht der Deutschen Suchthilfestatistik

Das Institut für Therapieforschung (IFT) hat im Juli im Rahmen der Deutschen Suchthilfestatistik den Kurzbericht 1/2019 veröffentlicht. Dieser gibt einen Überblick über Klient*innen und Patient*innen mit der Hauptdiagnose Pathologisches Glücksspielen, die im Jahr 2017 in ambulanten und stationären Einrichtungen der Suchthilfe betreut bzw. behandelt wurden. Es werden Merkmale der Klient*innen/Patient*innen zu Beginn, während des Verlaufs und am Ende der Betreuung bzw. Behandlung beschrieben.

Informationsmaterialien der DHS

Folgende Informationsmaterialien hat die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) vor kurzem herausgegeben:

Die Publikationen können auf der Internetseite der DHS eingesehen und bestellt werden.

Rahmenkonzept zur Adaption in der medizinischen Rehabilitation abhängigkeitskranker Menschen

Das am 1. September 2019 in Kraft getretene Rahmenkonzept der Deutschen Rentenversicherung (DRV) beschreibt die Ziele, Zielgruppen und Anforderungen an die Adaption. Weitere Konzepte und Positionspapiere zur medizinischen Rehabilitation finden Sie auf der Internetseite der DRV.

Termine

01. - 03.11.2019 | 28. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin e.V.
Wirkfaktor Behandler*innen (Berlin)

21. - 22.11.2019 | 31. Jahrestagung des Fachverbandes Glücksspielsucht e.V.
(Berlin)

25.11.2019 | Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung
Sucht im Fokus – Kommunen engagiert vor Ort! (Berlin) 

27. - 30.11.2019 | DGPPN-Kongress 
Psychiatrieforschung von morgen (Berlin)

28. - 29.11.2019 | CaSu Fachtagung 2019
"Wirkung und Nebenwirkung...!?" - Wert der Suchthilfe in Deutschland (Münster)

04. - 05.12.2019 | 17. Deutsche Konferenz für Tabakkontrolle
(Heidelberg)

05. - 06.12.2019 | 4. Gefängnis-Medizin-Tage
Suchtmedizin und Substitution | Infektiologie | Psychiatrie (Frankfurt am Main)

Veranstaltungen der BLS

22.10.2019 | Cannabis - Nutzpflanze, Heilmittel und illegale Droge (ausgebucht)
Veranstaltung der Fortbildungsreihe Biogene Drogen

07.11.2019 | Fachtag Schulische Suchtprävention (ausgebucht)

07.11.2019 | Pathologisches Glücksspielverhalten und Trauma (ausgebucht)
Aufbauseminar

13.11.2019 | Online verzockt? (ausgebucht)
Neue Spielformen im Zeichen des digitalen Wandels und ihre Gefahrenpotenziale

14.11.2019 | Crystal Meth (ausgebucht)
Wirkungsweise und neue Herausforderungen an Beratung und Behandlung

23. - 24.11.2019 | Meine Mutter und ich - märchenhaft? (ausgebucht)
Fortbildung für Leiter*innen von Suchtselbsthilfegruppen

02. - 04.12.2019 | SKOLL-SPEZIAL-Trainerschulung

28.01.2020 | Suchtsensible Pflege – Motivierende Kurzintervention in der Altenpflege 

23.02.2020 | 25. Suchtselbsthilfetagung in Brandenburg
Was die Seele stark macht
(Das Programm wird in Kürze unter www.blsev.de/termine veröffentlicht.)

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