Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen (BLS) e.V.

Behlertstraße 3A, Haus H1
14467 Potsdam

Telefon: 0331 - 581 380-0
Telefax: 0331 - 581 380-25

URI: https://www.blsev.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit diesem Newsletter erhalten Sie aktuelle Informationen aus den Bereichen Suchtprävention, Suchthilfe, Suchtselbsthilfe und Glücksspielsucht. Weitere Informationen zu den beschriebenen Veranstaltungen der BLS e.V. finden Sie, wenn Sie den Links folgen.

Herzliche Grüße aus Potsdam

Andrea Hardeling
Geschäftsführerin

Fachtagung: Suchtsensible Pflege und Pflegeberatung

Suchtprobleme sind auch im höheren Lebensalter weit verbreitet: Aktuelle Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zeigen, dass Pflegekräfte im Bereich der stationären und ambulanten Altenhilfe immer häufiger mit suchtgefährdeten und –abhängigen Menschen Kontakt haben.
Die BLS e.V. veranstaltet in Kooperation mit der AOK Pflegeakademie die Fachtagung Suchtsensible Pflege und Pflegeberatung - besondere Herausforderungen und Handlungsansätze am 03. Mai 2017 in Potsdam. Eingeladen sind Fachkräfte aus der ambulanten und stationären Versorgung, Beschäftigte aus landesweiten und kommunalen Institutionen aus den Bereichen Senioren, Gesundheit, Pflege und Soziales. Wir freuen uns über Ihre Online-Anmeldung.

Net-Piloten: Multiplikatorenschulung in Potsdam

Am 9. und 10. Mai 2017 findet in der BLS e.V. eine zweitägige Multiplikatorenschulung für das Präventionsprogramm Net-Piloten statt. Net-Piloten ist ein Peer-Programm zur Prävention von exzessivem Computerspiel- und Internetgebrauch, bei dem Jugendliche von speziell ausgebildeten Multiplikatoren/-innen geschult werden. Im Ergebnis geben sie ihr Wissen an jüngere Mitschüler/-innen weiter und stehen ihnen als Ansprechpartner/-in an der Schule zur Verfügung.
Die von der BZgA unterstützte Schulung qualifiziert die teilnehmenden Präventionsfachkräfte zur eigenständigen Durchführung der Net-Piloten-Ausbildung an den Schulen vor Ort.

Lotsinnen und Lotsen gesucht

Aufgrund der stetig steigenden Anfragen von Kliniken sucht das Lotsennetzwerk Brandenburg kontinuierlich ehrenamtliche Helfer/-innen, die sich als Suchthilfe-Lotsen/-innen engagieren möchten.
Lotse/-in kann jede/-r Suchterfahrene werden, die/der seit mindestens 2 Jahren abstinent lebt, ihre/seine Erfahrung an ratsuchende Suchtkranke weitergeben und sie - für eine begrenzte Zeit - auf dem Weg in die Abstinenz begleiten will.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail oder telefonisch unter (0331) 581 380 26 an die Koordinatorin des Lotsennetzwerkes, Friederike Neugebauer.

Substitution: Neue Verordnung und Fortbildung der BLS e.V.

Das Bundeskabinett hat am 15. März 2017 die 3. Verordnung zur Änderung der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) beschlossen. Die BtMVV regelt die zentralen Ziele der ärztlichen Substitutionstherapie von Menschen, die durch den Gebrauch illegaler Drogen abhängig geworden sind. Weiterführende Informationen finden Sie in einer Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums.
Da das Thema Substitution Opiatabhängiger und die damit verbundene psychosoziale Betreuung im Land Brandenburg in den letzten Jahren immer wieder diskutiert wurde, bietet die BLS e.V. am 28. Juni 2017 eine Fortbildung zum Thema Psychosoziale Betreuung bei Substituierten an. Diese richtet sich an Mitarbeiter/-innen aus dem Bereich der ambulanten Suchthilfe in Brandenburg sowie an Ärzte.

Qualifizierung 2017: Beratung bei pathologischem Glücksspielverhalten

Für die Qualifizierung Beratung und Behandlung bei pathologischem Glücksspielverhalten, die sich an Suchtberater/-innen, Suchttherapeut/-innen und Psychotherapeut/-innen richtet, gibt es aktuell noch freie Plätze. Die Basisqualifizierung besteht aus zwei Veranstaltungsblöcken, die im Juni und im September stattfinden und jeweils von der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer akkreditiert wurden. Dozentin ist Dr. Dipl.-Psych. Yvonne J. Kulbartz-Klatt.
Eine Anmeldung ist online auf der Internetseite der BLS e.V. im Menüpunkt Termine möglich.

Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie in Brandenburg verabschiedet

Am 15. März 2017 wurde die Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie gemäß § 20f SGB V vom Land Brandenburg, den Vertreterinnen und Vertretern der gesetzlichen Krankenkassen sowie der Renten- und Unfallversicherung unterzeichnet. Gesundheitsministerin Diana Golze erklärte hierzu: Mit der Rahmenvereinbarung werden wir gemeinsam die Prävention und Gesundheitsförderung in Brandenburg deutlich verbessern.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF).  

Neues Online-Selbsthilfeangebot für Glücksspieler/-innen

Für alle, die selbständig über das Internet ihr Glücksspielverhalten reduzieren oder ganz aufhören wollen, steht ab sofort das kostenfreie Onlineportal www.selbsthilfegluecksspiel.de der salus kliniken in Kooperation mit der BLS e.V. zur Verfügung.
Im Rahmen des anonymen, vom Land Brandenburg unterstützten Selbsthilfe-Programms machen die Teilnehmenden unter anderem täglichen Angaben zu Spieldruck und zu ihrem tatsächlichem Spielverhalten. Sie treffen Vereinbarungen mit sich selbst und bereiten sich mit verschiedenen Aufgaben auf Risikosituationen und eventuelle Rückfälle vor.
Darüber hinaus bietet ein integriertes Forum den Programmteilnehmer/-innen die Möglichkeit, sich miteinander in geschütztem Rahmen auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.
Mit einem kurzen Selbsttest können interessierte User/-innen im Vorfeld feststellen, ob das Programm jeweils für sie geeignet ist.

Neue Internetseite: alkoholfrei – rückfallfrei

Zur Unterstützung von abstinent lebenden alkoholabhängigen Menschen hat die DHS mit Unterstützung des BKK-Dachverbandes die  Internetseite  www.alkoholrueckfall.de entwickelt. Diese soll helfen, Rückfälle zu vermeiden und bietet Hinweise, Informationen, konkrete Handlungsvorschläge, anregende Texte und Mitmachaktionen zum Thema Alkoholrückfall.

Elterlicher Einfluss auf jugendliches Rauschtrinken

Die DAK stellte im Februar 2017 in Berlin die Ergebnisse einer Langzeitstudie zum Rauschtrinken im frühen Erwachsenenalter vor. Im Ergebnis der vom IFT-Nord durchgeführten Follow-up-Befragung von ehemaligen Siebtklässlern zeigt sich sehr deutlich der Einfluss des wahrgenommenen elterlichen Alkoholkonsums auf das eigene Alkoholverhalten im Erwachsenenalter.

Aktuelle Entwicklungen in der Medizinischen Reha der DRV – Zulassung und Belegung von Einrichtungen

Die Suchtfachverbände buss, CaSu, fdr, FVS und GVS haben im Februar 2017 ein gemeinsames Informationspapier zu möglichen neuen Strategien im Bereich der Medizinischen Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung erstellt.
Dieses enthält unter anderem Wissenswertes zur zukünftigen Zulassung von Einrichtungen zur Rehabilitation, zur Belegungssteuerung, zum Wunsch- und Wahlrecht des Rehabilitanden/der Rehabilitandin sowie zur Auswahl der Reha-Einrichtung durch die DRV im Rahmen der Belegungssteuerung.

Broschüre: Teilhabe älterer suchtkranker Menschen

Der Gesamtverband für Suchthilfe e.V. und der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e. V. (DEVAP) haben die Broschüre Teilhabe älterer suchtkranker Menschen - eine Handlungsorientierung erarbeitet, um die Zusammenarbeit zwischen Suchthilfe und Altenhilfe anzuregen und damit betroffene ältere Menschen so gut wie möglich zu begleiten und zu behandeln.

Memorandum: Zukunft der Suchtkrankenversorgung

Die deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie (DG Sucht) hat das Lübecker Memorandum zur Zukunft der Suchtkrankenversorgung veröffentlicht.
Eine Expertinnen- und Expertengruppe hat im Ergebnis eines intensiven Austauschs unter Federführung der DG Sucht und der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität zu Lübeck eine Zukunftsvision für die Suchtkrankenversorgung erarbeitet.  Diese umfasst folgende Arbeitsfelder:

  • Nahtlose und zugeschnittene Hilfen
  • Frühzeitige, umfassende und wirksame Prävention
  • Vorurteilfreies Klima und fördernde Grundhaltung
  • Freier Zugang zu einem Spektrum wirksamer Hilfen

Aktionswoche Alkohol 2017

Wir laden Fachkräfte aus der ambulanten und stationären Suchthilfe und aus der Suchtprävention, Mitglieder von Selbsthilfegruppen, Ärzte, Apotheker und weitere Interessierte dazu ein, sich an der diesjährigen Aktionswoche Alkohol zu beteiligen. Diese findet bundesweit vom 13. bis zum 21. Mai 2017 unter dem Motto Kein Alkohol unterwegs! statt.
Durch verschiedene Aktionen soll in allen Bundesländern auf die Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden. Interessierte Einrichtungen und Personen können auf der Internetseite www.aktionswoche-alkohol.de unter anderem ihre geplante Veranstaltung online anmelden und anschließend kostenfreie Materialien für ihre geplanten Aktionen bestellen.

Cannabis als Medizin

Der Bundestag hat am 19. Januar 2017 das Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften verabschiedet. Es ist am 10. März 2017 in Kraft getreten. Weiterführende Informationen finden Sie auf der Internetseite der Bundesdrogenbeauftragten.

Mit Inkrafttreten des Gesetzes hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Cannabisagentur eingerichtet. Diese wird den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland steuern und kontrollieren. Weitere Informationen finden Sie in einer Pressemitteilung des BfArM.

Deutschland auf vorletztem Platz der Tabakkontrollskala

 Am 23. März wurde im Rahmen der siebten Europäischen Tabakkontrollkonferenz in Porto die Tabakkontrollskala 2016 vorgestellt. Diese umfasst eine Befragung von 35 europäischen Staaten zu deren Maßnahmen zur Verringerung des Rauchens in der Bevölkerung.
Im Ergebnis zeigt sich, dass Deutschland das einzige Land in der EU ist, das noch uneingeschränkt Außenwerbung für Tabakprodukte erlaubt, und seit 2010 keinerlei Maßnahmen ergriffen hat, um das Rauchen zu verringern. Eine Ausnahme stellt die Umsetzung der europäischen Tabakproduktrichtlinie im Jahr 2016 in nationales Recht dar, die für alle EU-Mitgliedstaaten verpflichtend ist.
Weiterführende Informationen finden Sie im Fachportal KONTUREN online.

Termine

21. - 23.04.2017 | Sucht-Selbsthilfe Konferenz  in Erkner
Abstinenz - Konsum - Kontrolle  (ausgebucht)

03.05.2017 | 6. Mediensucht-Konferenz in Bonn
Medien überall ... wie schaffe ich es, gesund zu bleiben?

15. - 16.05.2017 | 40. fdr+sucht+kongress in Berlin
Sucht sucht Respekt - Die Würde des Menschen in Mittelpunkt

13. - 21.05.2017 | Aktionswoche Alkohol
Kein Alkohol unterwegs!

22. - 23.05.2017 | Fachtagung Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) in Berlin 
Prävention und Suchthilfe

23.05.2017 | 7. Fachtag Hepatitis in Berlin
Innovative Präventionspraxis und niedrigschwelliger Zugang zur Therapie für DrogengebraucherInnen 

06. - 09.06.2017 | 22. Suchttherapietage in Hamburg
Migrationsspezifische Aspekte süchtigen Verhaltens

21. - 23.06.2017 | 30. Heidelberger Kongress 2017 des Fachverbandes Sucht e.V.
Ethische Fragen in der Suchtbehandlung

19.07.2017 | Jahrestagung der Bundesdrogenbeauftragten in Berlin
Aus dem Schatten....!

Veranstaltungen der BLS e.V.

03.05.2017 | Fachtagung Suchtsensible Pflege und Pflegeberatung
Besondere Herausforderungen und Handlungsansätze

09.-10.05.2017 | Net-Piloten-Multiplikatorenschulung

29. - 31.05.2017 |  acht bis zwölf – Trainerschulung in Elstal
Multiplikatorenschulung, die für die eigenständige Durchführung von suchtpräventiven Elternkursen an Grundschulen qualifiziert
(ausgebucht)

17.06.2017 | Lotse im Lotsennetzwerk Brandenburg
Schulung für Interessierte, die im Lotsennetzwerk aktiv werden möchten

17.06.2017 | Vernetzungstreffen für Glücksspieler/-innen und Angehörige
in Angermünde

21. - 23.06.2017 | Beratung und Behandlung bei pathologischem Glücksspielverhalten
Basisqualifizierung, Teil 1

28.06.2017 | Psychosoziale Betreuung bei Substituierten

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