Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen (BLS) e.V.

Behlertstraße 3A, Haus H1
14467 Potsdam

Telefon: 0331 - 581 380-0
Telefax: 0331 - 581 380-25

URI: https://www.blsev.de

 

EUTB® aktuell

Wahlschablonen für blinde und sehbehinderte Menschen

(13.09.2021) Am 26. September 2021 findet die Wahl zum Deutschen Bundestag statt. Damit auch blinde und sehbehinderte Menschen geheim und barrierefrei an der Wahl teilnehmen können, gibt der Blinden- und Sehbehindertenverband Brandenburg (BSVB) in Zusammenarbeit mit dem Landeswahlleiter und seinem Büro Wahlschablonen aus. Dazu gehört auch eine CD, auf der die Erst- und Zweitstimmen zu hören sind. Schablone und CD können beim BSVB telefonisch unter 0355 22 549 oder per E-Mail unter bsvb(bls)bsvb.de angefordert werden. Bestellungen werden bis zum 24. September 2021 um 12:00 Uhr entgegengenommen. Die Kosten für die Schablone und für die CD übernimmt die Bundesregierung. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Website des Blinden- und Sehbehinderten-Verbands Brandenburg e.V.

Online-Befragung zur Weiterentwicklung des behindertenpolitischen Maßnahmenpaketes 2.0 in Brandenburg

(13.09.2021) Um Inklusion und Partizipation für Menschen mit Behinderung in Brandenburg zu fördern, wird durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) jährlich ein neues behindertenpolitisches Maßnahmenpaket entwickelt. Das aktuelle Maßnahmenpaket soll nun partizipativ weiterentwickelt werden, das heißt,  Menschen mit Behinderungen und ihre Interessenvertretungen sollen am Prozess teilhaben. Dieses Vorgehen folgt dem Leitsatz Nicht ohne uns über uns!. Bis Ende September ist es allen Brandenburger*innen möglich, anonym und ohne Speicherung der IP-Adresse Anregungen, Wünsche und Vorschläge einzubringen, die ihnen für die weitere Entwicklung der Behindertenpolitik wichtig sind.
Hierfür wurde ein Online-Fragebogen entwickelt, in welchem Teilnehmer*innen von ihren Alltagserfahrungen berichten sowie Anregungen, Kritik und Änderungswünsche anbringen können. Der Fragebogen wird auch in Leichter Sprache (LS) sowie für Blinde und Sehbeeinträchtigte angeboten. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Forschungs- und Beratungsunternehmens INTERVAL GmbH.

Einladung zur digitalen Vorstellung: EUTB® und Lotsennetzwerk

(10.09.2021) Die EUTB® der BLS und das Lotsennetzwerk Brandenburg arbeiten im Kontext der Begleitung von Ratsuchenden eng zusammen.
Vor diesem Hintergrund stellen sich beide Projekte im Rahmen von digitalen Veranstaltungen gemeinsam vor, legen dar, wo ihre Schnittstellen sind, welche Aufgaben sie jeweils erfüllen und welche Versorgungslücken sie schließen können. Eingeladen sind Mitarbeitende angrenzender Institutionen der Sucht- und Eingliederungshilfe (zum Beispiel Suchtberatungsstellen, Sozialdienste der Kliniken, allgemeine Sozialberatungsstellen usw.) sowie weitere Interessierte.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die nächste Online-Vorstellung findet am Montag, 20. September 2021, 10:00 - 11:15 Uhr statt. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich.

Für Rückfragen stehen Ihnen Nina Meyer (Tel.: (0331) 581 380 28, E-Mail) und Maria Nehrkorn (Tel.: (0331) 581 380 26, E-Mail) zur Verfügung.

Materialien zu Vorsorge und rechtlicher Betreuung in Alltagssprache und Leichter Sprache

(28.06.2021) Alle Menschen, unabhängig von Alter oder Beeinträchtigungen, können unvorhergesehen in Situationen geraten, in denen sie ihre Wünsche nicht mehr artikulieren oder sich nicht mehr um ihre persönlichen Belange kümmern können. Damit im Falle einer Einwilligungsunfähigkeit nicht der Zufall entscheidet, wer ihre rechtlichen Angelegenheiten künftig regelt, sollte sich jeder Mensch rechtzeitig mit den Themen Vorsorgevollmacht sowie Betreuungs- und Patientenverfügung beschäftigen. Nähere Informationen und Formulare in Alltagssprache finden Sie auf der Internetseite des Brandenburger Justizministeriums sowie in Leichter Sprache auf der Internetseite des Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Veröffentlichungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. in Leichter Sprache

(28.06.2021) Die DHS stellt neue Broschüren zu riskantem Konsumverhalten in Leichter Sprache zur Verfügung. Die Handreichungen E-Zigaretten sind riskant - Ein Heft in Leichter Sprache und Künstliche Drogen sind riskant - Ein Heft über Crystal Meth in Leichter Sprache sowie weitere Publikationen können auf der Internetseite der DHS heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden.

Bundesmodellprojekt aktionberatung stellt Online-Datenbank zum Thema „Geistige Behinderung und problematischer Substanzkonsum” für Fachkräfte zur Verfügung

(28.06.2021) Durch den Paradigmenwechsel in der Behindertenhilfe und die zunehmende gesellschaftliche Inklusion von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung haben die Teilhabemöglichkeiten dieses Personenkreises in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Zugleich steigen auch bestimmte Gesundheitsgefahren, denen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ausgesetzt sind. Insbesondere im Bereich der Prävention und Behandlung von problematischem Substanzkonsum besteht erheblicher Entwicklungsbedarf. Zur Verbesserung dieser Situation wurden im Rahmen des Bundesmodellprojektes aktionberatung in Zusammenarbeit mit Selbstvertretungsorganisationen und Fachverbänden eine Beratungskonzeption entwickelt, welche Fachkräfte der Sucht- und Behindertenhilfe durch praxisgerechte Anleitungen, Arbeitsmaterialien und Implementierungshilfen in der täglichen Arbeit unterstützen soll. Weitere Informationen finden Sie in der umfassenden Datenbank des Projektes.

Stiftung Anerkennung und Hilfe für Betroffene von Unrechtserfahrungen in Psychiatrien und Behinderteneinrichtungen

(22.04.2021) Die Stiftung Anerkennung und Hilfe (SAH) wurde von Bund, Ländern sowie der katholischen und evangelischen Kirche eingerichtet. Sie richtet sich an Menschen, die in der Zeit bis 1989 (DDR) bzw. bis 1975 (BRD) als Minderjährige in Psychiatrien oder Behinderteneinrichtungen stationär untergebracht waren. Betroffene können wegen der damaligen Leid- und Unrechtserfahrungen und den teils bis heute andauernden Folgen einmalige Entschädigungen beantragen.
Bei Vorliegen der Voraussetzungen sind Anerkennungszahlungen in Höhe von 9.000 € sowie die Inanspruchnahme weiterer Leistungen möglich. Voraussetzung für die Anmeldung ist die erste Kontaktaufnahme zu einer Anlauf- und Beratungsstelle bis zum 30. Juni 2021.
Brandenburger*innen können sich an die Anlauf- und Beratungsstelle in Potsdam wenden.

Barrierefreiheit der Impfzentren und digitale Dolmetscher-Betreuung für Menschen mit Hörschädigungen

(12.04.2021) Viele Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung. Deshalb ist ein reibungsloser Ablauf der Impfformalitäten – von der Terminvergabe bis zur Barrierefreiheit des Impfzentrums – von besonderer Wichtigkeit. Alle der 13 Impfzentren Brandenburgs erfüllen dabei laut der Landesbehindertenbeauftragten Jenny Armbruster und der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) die hohen Anforderungen, welche an die Barrierefreiheit gestellt werden. Zudem halten alle Zentren eine digitale Dolmetscher-Betreuung für hörgeschädigte Menschen vor, welche per Tablet-PC zur Verfügung gestellt werden kann.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) vom 09.04.2021.

Befragung „Erwachsene Geschwister von Menschen mit Behinderung“ beendet

(29.03.2021) Ein Großteil der Erwachsenen mit Behinderung hält enge soziale Beziehungen zu seiner Herkunftsfamilie, dennoch werden ihre Geschwister bisher nicht ausreichend in den Blick genommen.
Monika Laumann vom Institut für Teilhabeforschung an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Münster, hat für ihre Promotionsarbeit eine Befragung zur Lebenssituation von erwachsenen Geschwistern von Menschen mit Behinderung entwickelt. An dieser haben sich bis Ende Januar 2021 über 1000 Personen beteiligt.
Die Umfrage ist inzwischen beendet und wird anonymisiert ausgewertet. Die Ergebnisse können ab der 2. Jahreshälfte 2021 auf der Website der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.

Bifos Zeitzeug*innen - Mein Leben. Meine Geschichte(n). Meine Selbstbestimmung.

(29.03.2021) Das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) stellt die Ergebnisse des Projektes Mein Leben, Meine Geschichte(n), Meine Selbstbestimmung - Zeitzeugen mit Behinderung erzählen zur Verfügung. 50 Zeitzeug*innen, die selber mit einer Behinderung leben, zeichnen anhand ihrer eigenen Geschichte die Meilensteine der Selbstbestimmt Leben-Bewegung seit den 1950er Jahren nach. Insbesondere, weil auf heutigen Zeitzeugenportalen die (Auto)biografien von behinderten Menschen häufig nicht in den Blick genommen werden, füllen die Erzählungen und Erlebnisse der Aktivist*innen eine geschichtliche Leerstelle.
Mehr Informationen zu den Protagonist*innen und Videos der Zeitzeugeninterviews finden Sie auf der Website zeitzeugen-projekt.de und im Youtube-Kanal des bifos.

Stellungnahme zur Benachteiligung von vorerkrankten Personengruppen bei der Impfpriorisierung

(29.03.2021) Da immer noch zu wenig Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 für die Menschen in Deutschland zur Verfügung steht, ist eine Priorisierung in der Impfreihenfolge erforderlich. Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sind nach einer Infektion oftmals einem sehr hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf ausgesetzt. Durch veränderte Impfstrategien werden diese gefährdeten Personengruppen jedoch gegenüber anderen Menschen ohne Vorerkrankungen benachteiligt, da sie oftmals erst spät ein Impfangebot erhalten.
Die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Bund und Ländern haben nun einen gemeinsamen Forderungskatalog zur Änderung der Impfpriorisierung zugunsten besonders vulnerabler Personengruppen veröffentlicht.

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