Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen (BLS) e.V.

Behlertstraße 3A, Haus H1
14467 Potsdam

Telefon: 0331 - 581 380-0
Telefax: 0331 - 581 380-25

URI: https://www.blsev.de

 

EUTB aktuell

Ein Stück mehr Normalität – Begegnungen sind wieder möglich

(18.06.2020) Die letzten Monate haben uns alle auf eine harte Probe gestellt. Veranstaltungen wurden abgesagt und persönliche Begegnungen waren auf einmal nicht mehr möglich. Besonders hart betroffen waren jene Menschen, die von Begegnungsangeboten in ihrer Umgebung profitiert haben. Dazu zählen zum Beispiel Menschen, die hilfs- oder pflegebürftig sind, junge Familien, alleinerziehende Elternteile und Menschen mit (drohenden) Behinderungen. Umso schöner ist es, dass nach dieser langen Zeit des Rückzugs persönliche Begegnungen wieder möglich sind. Im Familien- und Generationenzentrum in Nauen (FGZ) haben zum Beispiel Familien die Möglichkeit mit ihren Kleinkindern die Eltern-Kind-Gruppe  zu besuchen. Leseratten können an vier Tagen in der Woche die Bibliothek besuchen und ihren Alltag über einem spannenden Buch kurz hinter sich lassen. Auch viele Beratungsangebote des FGZ können nach vorheriger Terminvereinbarung wieder persönlich aufgesucht werden. Weitere Informationen zu den Angeboten vor Ort finden Interessierte auf der Internetseite des Familien- und Generationenzentrums Nauen.

Zielgerichtete Hilfen für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten

(18.06.2020) In Folge der Corona-Pandemie sind in den letzten Wochen viele Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten arbeiten, in finanzielle Bedrängnis geraten. Denn ihr Arbeitsentgelt hängt von den Einnahmen ab, die die Werkstatt erwirtschaftet. Deshalb hat das Bundeskabinett am 17.06.2020 wichtige Änderungen in der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung beschlossen. Das Ziel dieser Verordnung ist es, die Entgelteinbußen von Werkstattbeschäftigten zumindest teilweise zu kompensieren. Die Vierte Verordnung zur Änderung der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 17.06.2020 auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Kabinett verlängert vereinfachten Zugang zur Grundsicherung

(17.06.2020) Die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind weiterhin erheblich. Der Zugang zu den Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende, der Hilfe zum Lebensunterhalt und zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung  sowie zur existenzsichernden Leistung nach dem Bundesversorgungsgesetz wurde bereits mit dem Sozialschutz-Paket I erleichtert. Diese Regelungen waren zunächst bis zum 30. Juni 2020 begrenzt. Das Bundeskabinett hat die entsprechenden Regelungen bis zum 30. September 2020 verlängert.

Zeitgeschichte – Behinderung in Zeiten des Nationalsozialismus

(08.05.2020) Die Initiative Autonom Leben Schleswig-Holstein hat sich anlässlich des 75-jährigen Gedenkens zum Kriegsende und damit an die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus Gedanken über die Umgehensweise mit Menschen mit Behinderung in der Nazizeit und die mangelhafte Aufarbeitung danach gemacht. Den Artikel dazu finden Interessierte auf der Internetseite kobinet Nachrichten.

Arbeitshilfe für die Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen

(09.06.2020) Abhängigkeitserkrankungen und ihre gesundheitlichen und sozialen Folgen nehmen in der Rehabilitation einen hohen Stellenwert ein. Allein die Rentenversicherung führte im Jahr 2004 ca. 52.536 ambulante und stationäre Entwöhnungsbehandlungen für Betroffene im Erwerbsalter durch. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation hat 2017 in ihrer Schriftenreihe eine Arbeitshilfe für die Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen veröffentlicht.

Blaues Kreuz: Corona ist kein Grund zum Trinken

(08.05.2020) Seit gut zwei Wochen veröffentlicht das Blaue Kreuz in Deutschland Mutmach-Botschaften in den sozialen Medien unter dem Hashtag #gemeinsamechtstark. Den Auftakt machte ein Mutmach-Video, auf YouTube vom 28.04.2020. Unter dem Motto Wir halten zusammen! Wir sind füreinander da! Bleib clean, bleib trocken, bleib connected! gehen mehrmals pro Woche Mutmach-Fotos in die Öffentlichkeit. Zu sehen sind darauf Menschen aus dem Blauen Kreuz in ganz Deutschland – einzigartig und individuell. Jeder für sich hält ein Wort in seinen Händen – doch gemeinsam entsteht ein Satz, eine Mutmach-Botschaft: Halte durch und bleibe abstinent – trotz Corona! Weitere Infos zur Aktion können Interessierte auf der Internetseite des Blauen Kreuzes in Deutschland nachlesen.

BAG Selbsthilfe: Chronisch kranke und behinderte Menschen in Krisenzeiten schützen – nicht isolieren und diskriminieren!

(04.05.2020) In Zeiten der Unsicherheit wie diesen wird viel über Eindämmungsmaßnahmen und mögliche weitere Schritte diskutiert. In diesem Zusammenhang sind Forderungen laut geworden, die sogenannte „Risikogruppe“ langfristig unter Quarantäne zu stellen. Dies würde zum Beispiel Menschen mit Behinderung und chronisch Kranke oder Ältere betreffen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe hat hierzu eine Pressemitteilung veröffentlicht und fordert, die UN-Behindertenrechtskonvention auch in Zeiten der Pandemie einzuhalten und umzusetzen.

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. – Informationen und Hilfe in der Coronakrise

(29.04.2020) Plötzlich leben wir in einer anderen Realität, die uns vor große Herausforderungen stellt. Solidarität zeigt sich durch physische Distanz. Soziale Nähe, die besonders in unsicheren Zeiten zur Bewältigung von Angst so hilfreich ist, stellt eine Gefahr dar. Gleichzeitig sind die Menschen mehr aufeinander angewiesen als zuvor. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) stellt auf ihrer Internetseite Informationen für Fachkräfte und Hilfesuchende zur Verfügung.

Aktion Mensch – Das Coronavirus verständlich für alle

(29.04.2020) Viele Menschen mit Behinderung sind von der derzeitigen Situation besonders betroffen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass hilfreiche Informationen verständlich aufbereitet sind. Die Aktion Mensch möchte dazu beitragen, dass sich Menschen mit Behinderung, ihre Partner*innen, Familien und Freund*innen schnell und einfach informieren können. Auf einer Schwerpunktseite der Aktion Mensch zum Coronavirus werden Links zu hilfreichen Informationsangeboten und Nachrichten gesammelt zur Verfügung gestellt. Viele davon sind in Leichter oder Einfacher Sprache oder Gebärdensprache verfügbar.

Arbeitshilfe für die Planung und Organisation virtueller Treffen von Selbsthilfegruppen

(28.04.2020) Mitglieder in Selbsthilfegruppen haben gerade in Zeiten wie diesen den verstärkten Wunsch, sich in ihrer Gruppe auszutauschen. Regelmäßige Gruppentreffen sind aktuell aufgrund der geltenden Eindämmungsverordnung jedoch nicht möglich. Um die langjährig gewachsenen Strukturen der Selbsthilfe nicht zu gefährden und Betroffenen trotzdem die Teilnahme bzw. Durchführung von Gruppentreffen zu ermöglichen, hat der Paritätische Gesamtverband eine Arbeitshilfe für die Planung und Organisation virtueller Treffen von Selbsthilfegruppen erstellt.

Schutzmasken für Mund und Nase – Was bedeutet das für hörbeeinträchtigte Menschen?

(24.04.2020) Das Tragen von Schutzmasken bedeutet für Schwerhörige und Gehörlose vor allem eines: Die Kommunikation mit Hörenden wird noch schwieriger. Hörbeeinträchtigte Menschen nutzen in der Kommunikation das Lippenlesen, welches durch einen verdeckten Mund unmöglich gemacht wird. Und auch die für die Gebärdensprache wichtigen Gesichtsausdrücke werden von den Schutzmasken verdeckt. Eine Lösung hierfür wäre das Nähen von Atemschutzmasken mit einem Visier, das Mund und Nase sichtbar macht. Im Land Brandenburg existiert bislang kein entsprechendes Angebot an Schutzausrüstung für hörbeeinträchtigte Menschen.
Der Gehörlosenverband München und Umland e.V. (GMU) hat mehrere Texte vorbereitet, die hörbeeinträchtigte Menschen in der Kommunikation mit Hörenden unterstützen sollen. Die Texte können ausgedruckt oder einfach aufs Handy geladen werden.

Barrierefreie Kommunikation

(23.04.2020) Online-Kommunikations-Tools müssen im Sinne der Barrierefreiheit weitreichende Möglichkeiten und Funktionen zum möglichst ungehinderten Austausch aufweisen. Vieles, das Menschen mit Behinderungen hilft, nützt auch Älteren oder Menschen mit Migrationshintergrund, die Probleme mit der deutschen Sprache haben. Unter dem Gesichtspunkt der Inklusion und des demografischen Wandels hat die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Selbsthilfe einen Leitfaden zu Online-Konferenz-Tools - auch unter Berücksichtigung der jeweiligen Barrierefreiheit - veröffentlicht.
Weiterführende Informationen zu den Anforderungen eines Online-Tools bezüglich einer barierrefreien Nutzung finden Sie auf der Internetseite der BAG Selbsthilfe.

Erlebnisse für Menschen mit Behinderungen – Die Erlebnispiloten

(20.04.2020) Außergewöhnliche Erlebnisse für Menschen mit und ohne Behinderung: Mit einem Netzwerk von engagierten Partnern*innen und Supporter*innen ist es möglich, dass selbst Rollstuhlnutzer*innen einen Fallschirmsprung, eine Ballonfahrt, eine Kartfahrt oder auch eine unvergessliche Fahrt in einem Renntaxi auf dem Hockenheimring erleben können. Weitere Infos sowie Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme finden Interessierte unter www.erlebnispiloten.com.

Lesen und Teilhabe

(14.04.2020) Der Spaß am Lesen Verlag gibt Bücher für Erwachsene und Jugendliche, denen das Lesen schwerfällt, heraus. Die veröffentlichte Literatur richtet sich vor allem an Menschen mit geistiger Behinderung, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Aphasie sowie an ältere Menschen.

25. Suchtselbsthilfetagung im Land Brandenburg

(24.02.2020) Was die Seele stark macht - so lautete das Motto der 25. Suchtselbsthilfetagung im Land Brandenburg, die am 23. Februar 2020 in Potsdam stattfand und mit mehr als 200 Anmeldungen ausgebucht war. Die Tagungsdokumentation sowie eine Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) zur Veranstaltung stehen zum Download bereit.

Neue Clearingstelle im Land Brandenburg

(10.01.2020) Mit Wirkung zum 01.01.2020 wurde im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) eine Clearingstelle gemäß § 6 Abs. 1 und 2 AG-SGB IX eingerichtet. Die Clearingstelle versteht sich als Vermittlerin bei Streitfällen zwischen Leistungsberechtigten nach § 99 SGB IX und dem örtlichen Träger der Eingliederungshilfe für die Belange der Menschen mit Behinderungen des Landes Brandenburg. Die Unterlagen für die Einleitung eines Vermittlungsverfahrens, Datenschutzhinweise sowie eine Einwilligungserklärung stehen auf der Internetseite des MSGIV zum Download zur Verfügung.

Positionspapier „Autismus-Therapie“

(02.01.2020) Der Bundesverband autismus Deutschland e.V. hat ein Positionspapier erarbeitet, das als Hilfestellung zur rechtlichen Einordnung und Abgrenzung von Eingliederungshilfe und Psychotherapie (als Leistung des SGB V) dient.

Informationen zum BTHG: Trennung der Leistungen – Anthropoi Selbsthilfe

(02.01.2020) Der Systemwechsel, mit dem die Unterscheidung in stationäre und ambulante Wohnformen aufgehoben wird, ist am 01.01.2020 in Kraft getreten. Das Infoblatt der Anthropoi Selbsthilfe – Bundesvereinigung Selbsthilfe im anthroposophischen Sozialwesen e.V. richtet sich an erwachsene Menschen, die in besonderen Wohnformen leben, sowie an rechtliche Betreuer*innen und Angehörige.

Vernetzung von Sucht und Behindertenhilfe – Projektbericht

(28.02.2018) Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg (LIGA FW) und die Brandenburgische Landesstelle für Suchtfragen e.V. haben nach einer großen Fachtagung in 2016 von 2017 bis Ende Februar 2018 ein Projekt zur Vernetzung von Hilfesystemen für Menschen mit geistigen und/oder körperlichen Behinderungen sowie Menschen mit psychischen Erkrankungen und des Hilfesystems für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen durchgeführt. Das Projekt hatte eine Bestands-, eine Bedarfs- und eine Materialanalyse sowie die Erstellung eines Curriculums für Netzwerktreffen zum Ziel. Die Projektdokumentation steht zum Download zur Verfügung.