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EUTB® aktuell

Aktuelle Meldungen zum Thema Teilhabe

Neue Termine: Online-Vorstellung der EUTB® und des Lotsennetzwerks Brandenburg

(06.12.2021) Auch im kommenden Jahr 2022 wird die Vernetzung der EUTB® der BLS und des Lotsennetzwerks im Kontext der Begleitung von Ratsuchenden fortgeführt. Erneut stellen sich beide Projekte im Rahmen von digitalen Veranstaltungen gemeinsam vor, legen dar, wo ihre Schnittstellen sind, welche Aufgaben sie jeweils erfüllen und welche Versorgungslücken sie schließen können. Eingeladen sind Mitarbeitende angrenzender Institutionen der Sucht- und Eingliederungshilfe (zum Beispiel Suchtberatungsstellen, Sozialdienste der Kliniken, allgemeine Sozialberatungsstellen usw.) sowie weitere Interessierte.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich.

Termine und Buchung: 

Mittwoch, 12. Januar 2022, 10:00 - 11:15 Uhr 
Mittwoch, 09. Februar 2022, 10:00 – 11:15 Uhr 

Für Rückfragen stehen Ihnen Nina Meyer (Tel.: (0331) 581 380 28, E-Mail) und Maria Nehrkorn (Tel.: (0331) 581 380 26, E-Mail) zur Verfügung.

Online-Befragung: Suchthilfe und Suchtprävention für Menschen mit Lernschwierigkeiten

(06.12.2021) Vor dem Hintergrund der Grundsätze von Selbstbestimmung und Inklusion von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen wachsen zunehmend Chancen und Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe. Gleichzeitig entstehen aber auch (neue) gesundheitliche Risiken, etwa der Zugang zu und der Konsum von Genuss- und Suchtmitteln, über welchen die Menschen mit Behinderung eigenverantwortlich bestimmen können. Zwar ist das Risiko, eine Abhängigkeit zu entwickeln, bei Menschen mit Behinderung nicht höher als bei Menschen ohne Behinderung, allerdings bestehen noch immer Ungleichheiten im Zugang zu geeigneten Angeboten der Suchthilfe und -prävention.

Die Masterstudierende Caroline Schote hat deshalb im Rahmen ihres Forschungsvorhabens im Rahmen einer Kooperation der Hochschule Fulda mit der Brandenburgischen Landesstelle für Suchtfragen e. V. einen Fragebogen für Mitarbeiter*innen aus Sucht- und Eingliederungshilfe entwickelt. Dieser zielt auf die Bestands- und Bedarfslagen spezifischer Angebote für die vulnerable Gruppe der Menschen mit Lernschwierigkeiten ab.  

Hier geht es zur Befragung, an der Sie bis zum 17.12.2021 anonymisiert teilnehmen können.

Online-Befragung zu Beratungs- und Unterstützungsbedarfen von Eltern bzw. Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen

(06.12.2021) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat eine Studie in Auftrag gegeben, welche sich mit den täglichen Herausforderungen von Familien befasst, in denen Kinder mit Behinderung bzw. einem besonderem Förderbedarf aufwachsen.
Das Forschungsprojekt zielt auf allgemeine Fragestellungen aus der Perspektive der betroffenen Eltern (bzw. Adoptiv- oder Pflegeeltern) sowie zu den Aufgaben und Schwierigkeiten im Familienalltag.
Es sollen Handlungsansätze für wirksame und hilfreiche Angebote der Unterstützung, Beratung und Teilhabeförderung untersucht sowie eventuell weitergehende Forschungsansätze herausgearbeitet werden.

Unter folgendem Link können Eltern, Pflegeeltern und Adoptiveltern anonymisiert an der Befragung teilnehmen:
Befragung zu Beratungs- und Unterstützungsbedarfen von Eltern bzw. Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen.

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Menschen mit Behinderungen

(08.11.2021) Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. (DVfR) hat mit Unterstützung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) untersucht, wie sich die Corona-Pandemie auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung und deren Angehörige auswirkt. In der Pandemie fühlten sich viele Betroffene von der Politik vergessen und allein gelassen. Es entfielen notwendige Therapien und Förderangebote, Assistenz in Alltag, Schule oder Beruf sowie Beförderungsdienste. Die psychosozialen Belastungen waren oft kaum zu bewältigen.
Anhand der Ergebnisse der Untersuchung entwickelte eine Expert*innengruppe zahlreiche Handlungsoptionen, die sich an verschiedene Akteur*innen aus Politik sowie an Träger und Einrichtungen der Rehabilitation und Teilhabe richten. Die Ergebnisse der Untersuchung können auf der Internetseite der DVfR abgerufen werden.

Wahlschablonen für blinde und sehbehinderte Menschen

(13.09.2021) Am 26. September 2021 findet die Wahl zum Deutschen Bundestag statt. Damit auch blinde und sehbehinderte Menschen geheim und barrierefrei an der Wahl teilnehmen können, gibt der Blinden- und Sehbehindertenverband Brandenburg (BSVB) in Zusammenarbeit mit dem Landeswahlleiter und seinem Büro Wahlschablonen aus. Dazu gehört auch eine CD, auf der die Erst- und Zweitstimmen zu hören sind. Schablone und CD können beim BSVB telefonisch unter 0355 22 549 oder per E-Mail unter bsvb(ät)bsvb.de angefordert werden. Bestellungen werden bis zum 24. September 2021 um 12:00 Uhr entgegengenommen. Die Kosten für die Schablone und für die CD übernimmt die Bundesregierung. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Website des Blinden- und Sehbehinderten-Verbands Brandenburg e.V.

Online-Befragung zur Weiterentwicklung des behindertenpolitischen Maßnahmenpaketes 2.0 in Brandenburg

(13.09.2021) Um Inklusion und Partizipation für Menschen mit Behinderung in Brandenburg zu fördern, wird durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) jährlich ein neues behindertenpolitisches Maßnahmenpaket entwickelt. Das aktuelle Maßnahmenpaket soll nun partizipativ weiterentwickelt werden, das heißt,  Menschen mit Behinderungen und ihre Interessenvertretungen sollen am Prozess teilhaben. Dieses Vorgehen folgt dem Leitsatz Nicht ohne uns über uns!. Bis Ende September ist es allen Brandenburger*innen möglich, anonym und ohne Speicherung der IP-Adresse Anregungen, Wünsche und Vorschläge einzubringen, die ihnen für die weitere Entwicklung der Behindertenpolitik wichtig sind.
Hierfür wurde ein Online-Fragebogen entwickelt, in welchem Teilnehmer*innen von ihren Alltagserfahrungen berichten sowie Anregungen, Kritik und Änderungswünsche anbringen können. Der Fragebogen wird auch in Leichter Sprache (LS) sowie für Blinde und Sehbeeinträchtigte angeboten. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Forschungs- und Beratungsunternehmens INTERVAL GmbH.

Einladung zur digitalen Vorstellung: EUTB® und Lotsennetzwerk

(21.07.2021) Die EUTB® der BLS und das Lotsennetzwerk Brandenburg arbeiten im Kontext der Begleitung von Ratsuchenden eng zusammen. Vor diesem Hintergrund stellen sich beide Projekte im Rahmen von digitalen Veranstaltungen gemeinsam vor, legen dar, wo ihre Schnittstellen sind, welche Aufgaben sie jeweils erfüllen und welche Versorgungslücken sie schließen können. Eingeladen sind Mitarbeitende angrenzender Institutionen der Sucht- und Eingliederungshilfe (zum Beispiel Suchtberatungsstellen, Sozialdienste der Kliniken, allgemeine Sozialberatungsstellen usw.) sowie weitere Interessierte.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich.

Buchung Mittwoch, 11. August 2021, 14:00 – 15:00 Uhr

Buchung Mittwoch, 01. September 2021, 10:00 – 11:00 Uhr

Für Rückfragen stehen Ihnen Nina Meyer (Tel.: (0331) 581 380 28, E-Mail) und Maria Nehrkorn (Tel.: (0331) 581 380 26, E-Mail) zur Verfügung.

Materialien zu Vorsorge und rechtlicher Betreuung in Alltagssprache und Leichter Sprache

(28.06.2021) Alle Menschen, unabhängig von Alter oder Beeinträchtigungen, können unvorhergesehen in Situationen geraten, in denen sie ihre Wünsche nicht mehr artikulieren oder sich nicht mehr um ihre persönlichen Belange kümmern können. Damit im Falle einer Einwilligungsunfähigkeit nicht der Zufall entscheidet, wer ihre rechtlichen Angelegenheiten künftig regelt, sollte sich jeder Mensch rechtzeitig mit den Themen Vorsorgevollmacht sowie Betreuungs- und Patientenverfügung beschäftigen. Nähere Informationen und Formulare in Alltagssprache finden Sie auf der Internetseite des Brandenburger Justizministeriums sowie in Leichter Sprache auf der Internetseite des Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Veröffentlichungen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. in Leichter Sprache

(28.06.2021) Die DHS stellt neue Broschüren zu riskantem Konsumverhalten in Leichter Sprache zur Verfügung. Die Handreichungen E-Zigaretten sind riskant - Ein Heft in Leichter Sprache und Künstliche Drogen sind riskant - Ein Heft über Crystal Meth in Leichter Sprache sowie weitere Publikationen können auf der Internetseite der DHS heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden.

Bundesmodellprojekt aktionberatung stellt Online-Datenbank zum Thema „Geistige Behinderung und problematischer Substanzkonsum” für Fachkräfte zur Verfügung

(28.06.2021) Durch den Paradigmenwechsel in der Behindertenhilfe und die zunehmende gesellschaftliche Inklusion von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung haben die Teilhabemöglichkeiten dieses Personenkreises in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Zugleich steigen auch bestimmte Gesundheitsgefahren, denen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ausgesetzt sind. Insbesondere im Bereich der Prävention und Behandlung von problematischem Substanzkonsum besteht erheblicher Entwicklungsbedarf. Zur Verbesserung dieser Situation wurden im Rahmen des Bundesmodellprojektes aktionberatung in Zusammenarbeit mit Selbstvertretungsorganisationen und Fachverbänden eine Beratungskonzeption entwickelt, welche Fachkräfte der Sucht- und Behindertenhilfe durch praxisgerechte Anleitungen, Arbeitsmaterialien und Implementierungshilfen in der täglichen Arbeit unterstützen soll. Weitere Informationen finden Sie in der umfassenden Datenbank des Projektes.

Stiftung Anerkennung und Hilfe für Betroffene von Unrechtserfahrungen in Psychiatrien und Behinderteneinrichtungen

(22.04.2021) Die Stiftung Anerkennung und Hilfe (SAH) wurde von Bund, Ländern sowie der katholischen und evangelischen Kirche eingerichtet. Sie richtet sich an Menschen, die in der Zeit bis 1989 (DDR) bzw. bis 1975 (BRD) als Minderjährige in Psychiatrien oder Behinderteneinrichtungen stationär untergebracht waren. Betroffene können wegen der damaligen Leid- und Unrechtserfahrungen und den teils bis heute andauernden Folgen einmalige Entschädigungen beantragen.
Bei Vorliegen der Voraussetzungen sind Anerkennungszahlungen in Höhe von 9.000 € sowie die Inanspruchnahme weiterer Leistungen möglich. Voraussetzung für die Anmeldung ist die erste Kontaktaufnahme zu einer Anlauf- und Beratungsstelle bis zum 30. Juni 2021.
Brandenburger*innen können sich an die Anlauf- und Beratungsstelle in Potsdam wenden.

Barrierefreiheit der Impfzentren und digitale Dolmetscher-Betreuung für Menschen mit Hörschädigungen

(12.04.2021) Viele Menschen mit Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung. Deshalb ist ein reibungsloser Ablauf der Impfformalitäten – von der Terminvergabe bis zur Barrierefreiheit des Impfzentrums – von besonderer Wichtigkeit. Alle der 13 Impfzentren Brandenburgs erfüllen dabei laut der Landesbehindertenbeauftragten Jenny Armbruster und der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) die hohen Anforderungen, welche an die Barrierefreiheit gestellt werden. Zudem halten alle Zentren eine digitale Dolmetscher-Betreuung für hörgeschädigte Menschen vor, welche per Tablet-PC zur Verfügung gestellt werden kann.
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) vom 09.04.2021.

Befragung „Erwachsene Geschwister von Menschen mit Behinderung“ beendet

(29.03.2021) Ein Großteil der Erwachsenen mit Behinderung hält enge soziale Beziehungen zu seiner Herkunftsfamilie, dennoch werden ihre Geschwister bisher nicht ausreichend in den Blick genommen.
Monika Laumann vom Institut für Teilhabeforschung an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Münster, hat für ihre Promotionsarbeit eine Befragung zur Lebenssituation von erwachsenen Geschwistern von Menschen mit Behinderung entwickelt. An dieser haben sich bis Ende Januar 2021 über 1000 Personen beteiligt.
Die Umfrage ist inzwischen beendet und wird anonymisiert ausgewertet. Die Ergebnisse können ab der 2. Jahreshälfte 2021 auf der Website der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen.
 

Bifos Zeitzeug*innen - Mein Leben. Meine Geschichte(n). Meine Selbstbestimmung.

(29.03.2021) Das Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) stellt die Ergebnisse des Projektes Mein Leben, Meine Geschichte(n), Meine Selbstbestimmung - Zeitzeugen mit Behinderung erzählen zur Verfügung. 50 Zeitzeug*innen, die selber mit einer Behinderung leben, zeichnen anhand ihrer eigenen Geschichte die Meilensteine der Selbstbestimmt Leben-Bewegung seit den 1950er Jahren nach. Insbesondere, weil auf heutigen Zeitzeugenportalen die (Auto)biografien von behinderten Menschen häufig nicht in den Blick genommen werden, füllen die Erzählungen und Erlebnisse der Aktivist*innen eine geschichtliche Leerstelle.
Mehr Informationen zu den Protagonist*innen und Videos der Zeitzeugeninterviews finden Sie auf der Website zeitzeugen-projekt.de und im Youtube-Kanal des bifos.

Stellungnahme zur Benachteiligung von vorerkrankten Personengruppen bei der Impfpriorisierung

(29.03.2021) Da immer noch zu wenig Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 für die Menschen in Deutschland zur Verfügung steht, ist eine Priorisierung in der Impfreihenfolge erforderlich. Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sind nach einer Infektion oftmals einem sehr hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf ausgesetzt. Durch veränderte Impfstrategien werden diese gefährdeten Personengruppen jedoch gegenüber anderen Menschen ohne Vorerkrankungen benachteiligt, da sie oftmals erst spät ein Impfangebot erhalten.
Die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Bund und Ländern haben nun einen gemeinsamen Forderungskatalog zur Änderung der Impfpriorisierung zugunsten besonders vulnerabler Personengruppen veröffentlicht.

EUTB® aktuell 2020

Kostenloser Onlinekongress zum Thema Inklusion

(03.09.2020)  Vom 11. bis zum 19. September 2020 findet auf www.inklusionskongress.de  der zweite kostenlose Onlinekongress rund um das Thema (schulische) Inklusion in Deutschland statt.
Teilnehmende können sich 34 spannende Interviews mit Menschen, die im Bereich Inklusion tätig sind, freuen. Darüber hinaus erhalten sie wertvolle Tipps und Ideen zur Umsetzung von Inklusion in Schule und Ausbildung, Einblicke in die pädagogische inklusive Arbeit, Informationen zu den aktuellen Forschungsergebnissen, Erfahrungsberichte ehemaliger Schüler*innen und viele Denkanstöße – zum Beispiel aus Ländern, die Inklusion bereits erfolgreich umsetzen.

Corona-Lockdown fördert Suchtverhalten

(03.09.2020) Bereits aus früheren Epidemien ist bekannt, dass Stress durch massiv eingeschränkte soziale Kontakte riskanten Konsum und Suchtverhalten fördern kann. Diese Gefahr besteht auch in der aktuellen Covid-19-Pandemie, wie eine Studie, die vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) Mannheim und der Universitätsklinik Nürnberg initiiert wurde, belegt.
In der Studie wurde die Veränderung der Alkohol- und Tabakkonsumgewohnheiten während des Lockdowns erfragt. Demzufolge trinken 37,4 Prozent der Befragten seit Beginn der Beschränkungen mehr Alkohol. Bei 42,7 Prozent der Studienteilnehmenden ist der Tabakkonsum gestiegen. Die Befragung zeigt, wie wichtig es ist, über Risiken und mögliche Langzeitfolgen zu informieren sowie niederschwellige Hilfsangebote bereits jetzt, während der Akutphase der Corona-Pandemie, aufzubauen. Weitere Details können Sie der Publikation im Deutschen Ärzteblatt  entnehmen.

Ein Stück mehr Normalität – Begegnungen sind wieder möglich

(18.06.2020) Die letzten Monate haben uns alle auf eine harte Probe gestellt. Veranstaltungen wurden abgesagt und persönliche Begegnungen waren auf einmal nicht mehr möglich. Besonders hart betroffen waren jene Menschen, die von Begegnungsangeboten in ihrer Umgebung profitiert haben. Dazu zählen zum Beispiel Menschen, die hilfs- oder pflegebürftig sind, junge Familien, alleinerziehende Elternteile und Menschen mit (drohenden) Behinderungen. Umso schöner ist es, dass nach dieser langen Zeit des Rückzugs persönliche Begegnungen wieder möglich sind. Im Familien- und Generationenzentrum in Nauen (FGZ) haben zum Beispiel Familien die Möglichkeit mit ihren Kleinkindern dieEltern-Kind-Gruppe zu besuchen. Leseratten können an vier Tagen in der Woche die Bibliothek besuchen und ihren Alltag über einem spannenden Buch kurz hinter sich lassen. Auch viele Beratungsangebote des FGZ können nach vorheriger Terminvereinbarung wieder persönlich aufgesucht werden. Weitere Informationen zu den Angeboten vor Ort finden Interessierte auf der Internetseite des Familien- und Generationenzentrums Nauen.

Zielgerichtete Hilfen für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten

(18.06.2020) In Folge der Corona-Pandemie sind in den letzten Wochen viele Menschen mit Behinderungen, die in Werkstätten arbeiten, in finanzielle Bedrängnis geraten. Denn ihr Arbeitsentgelt hängt von den Einnahmen ab, die die Werkstatt erwirtschaftet. Deshalb hat das Bundeskabinett am 17.06.2020 wichtige Änderungen in der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung beschlossen. Das Ziel dieser Verordnung ist es, die Entgelteinbußen von Werkstattbeschäftigten zumindest teilweise zu kompensieren. Die Vierte Verordnung zur Änderung der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabeverordnung hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 17.06.2020 auf seiner Internetseite veröffentlicht.

Kabinett verlängert vereinfachten Zugang zur Grundsicherung

(17.06.2020) Die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sind weiterhin erheblich. Der Zugang zu den Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende, der Hilfe zum Lebensunterhalt und zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung  sowie zur existenzsichernden Leistung nach dem Bundesversorgungsgesetz wurde bereits mit dem Sozialschutz-Paket I erleichtert. Diese Regelungen waren zunächst bis zum 30. Juni 2020 begrenzt. Das Bundeskabinett hat die entsprechenden Regelungen bis zum 30. September 2020 verlängert.

Zeitgeschichte – Behinderung in Zeiten des Nationalsozialismus

(08.05.2020) Die Initiative Autonom Leben Schleswig-Holstein hat sich anlässlich des 75-jährigen Gedenkens zum Kriegsende und damit an die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus Gedanken über die Umgehensweise mit Menschen mit Behinderung in der Nazizeit und die mangelhafte Aufarbeitung danach gemacht. Den Artikel dazu finden Interessierte auf der Internetseite kobinet Nachrichten.

Arbeitshilfe für die Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen

(09.06.2020) Abhängigkeitserkrankungen und ihre gesundheitlichen und sozialen Folgen nehmen in der Rehabilitation einen hohen Stellenwert ein. Allein die Rentenversicherung führte im Jahr 2004 ca. 52.536 ambulante und stationäre Entwöhnungsbehandlungen für Betroffene im Erwerbsalter durch. Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation hat 2017 in ihrer Schriftenreihe eine Arbeitshilfe für die Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen veröffentlicht.

Blaues Kreuz: Corona ist kein Grund zum Trinken

(08.05.2020) Seit gut zwei Wochen veröffentlicht das Blaue Kreuz in Deutschland Mutmach-Botschaften in den sozialen Medien unter dem Hashtag #gemeinsamechtstark. Den Auftakt machte ein Mutmach-Video, auf YouTube vom 28.04.2020. Unter dem Motto Wir halten zusammen! Wir sind füreinander da! Bleib clean, bleib trocken, bleib connected! gehen mehrmals pro Woche Mutmach-Fotos in die Öffentlichkeit. Zu sehen sind darauf Menschen aus dem Blauen Kreuz in ganz Deutschland – einzigartig und individuell. Jeder für sich hält ein Wort in seinen Händen – doch gemeinsam entsteht ein Satz, eine Mutmach-Botschaft: Halte durch und bleibe abstinent – trotz Corona! Weitere Infos zur Aktion können Interessierte auf der Internetseite des Blauen Kreuzes in Deutschland nachlesen.

BAG Selbsthilfe: Chronisch kranke und behinderte Menschen in Krisenzeiten schützen – nicht isolieren und diskriminieren!

(04.05.2020) In Zeiten der Unsicherheit wie diesen wird viel über Eindämmungsmaßnahmen und mögliche weitere Schritte diskutiert. In diesem Zusammenhang sind Forderungen laut geworden, die sogenannte „Risikogruppe“ langfristig unter Quarantäne zu stellen. Dies würde zum Beispiel Menschen mit Behinderung und chronisch Kranke oder Ältere betreffen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe hat hierzu eine Pressemitteilung veröffentlicht und fordert, die UN-Behindertenrechtskonvention auch in Zeiten der Pandemie einzuhalten und umzusetzen.

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. – Informationen und Hilfe in der Coronakrise

(29.04.2020) Plötzlich leben wir in einer anderen Realität, die uns vor große Herausforderungen stellt. Solidarität zeigt sich durch physische Distanz. Soziale Nähe, die besonders in unsicheren Zeiten zur Bewältigung von Angst so hilfreich ist, stellt eine Gefahr dar. Gleichzeitig sind die Menschen mehr aufeinander angewiesen als zuvor. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) stellt auf ihrer Internetseite Informationen für Fachkräfte und Hilfesuchende zur Verfügung.

Aktion Mensch – Das Coronavirus verständlich für alle

(29.04.2020) Viele Menschen mit Behinderung sind von der derzeitigen Situation besonders betroffen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass hilfreiche Informationen verständlich aufbereitet sind. Die Aktion Mensch möchte dazu beitragen, dass sich Menschen mit Behinderung, ihre Partner*innen, Familien und Freund*innen schnell und einfach informieren können. Auf einer Schwerpunktseite der Aktion Mensch zum Coronavirus werden Links zu hilfreichen Informationsangeboten und Nachrichten gesammelt zur Verfügung gestellt. Viele davon sind in Leichter oder Einfacher Sprache oder Gebärdensprache verfügbar.

Arbeitshilfe für die Planung und Organisation virtueller Treffen von Selbsthilfegruppen

(28.04.2020) Mitglieder in Selbsthilfegruppen haben gerade in Zeiten wie diesen den verstärkten Wunsch, sich in ihrer Gruppe auszutauschen. Regelmäßige Gruppentreffen sind aktuell aufgrund der geltenden Eindämmungsverordnung jedoch nicht möglich. Um die langjährig gewachsenen Strukturen der Selbsthilfe nicht zu gefährden und Betroffenen trotzdem die Teilnahme bzw. Durchführung von Gruppentreffen zu ermöglichen, hat der Paritätische Gesamtverband eine Arbeitshilfe für die Planung und Organisation virtueller Treffen von Selbsthilfegruppen erstellt.

Schutzmasken für Mund und Nase – Was bedeutet das für hörbeeinträchtigte Menschen?

(24.04.2020) Das Tragen von Schutzmasken bedeutet für Schwerhörige und Gehörlose vor allem eines: Die Kommunikation mit Hörenden wird noch schwieriger. Hörbeeinträchtigte Menschen nutzen in der Kommunikation das Lippenlesen, welches durch einen verdeckten Mund unmöglich gemacht wird. Und auch die für die Gebärdensprache wichtigen Gesichtsausdrücke werden von den Schutzmasken verdeckt. Eine Lösung hierfür wäre das Nähen von Atemschutzmasken mit einem Visier, das Mund und Nase sichtbar macht. Im Land Brandenburg existiert bislang kein entsprechendes Angebot an Schutzausrüstung für hörbeeinträchtigte Menschen.
Der Gehörlosenverband München und Umland e.V. (GMU) hat mehrere Texte vorbereitet, die hörbeeinträchtigte Menschen in der Kommunikation mit Hörenden unterstützen sollen. Die Texte können ausgedruckt oder einfach aufs Handy geladen werden.

Barrierefreie Kommunikation

(23.04.2020) Online-Kommunikations-Tools müssen im Sinne der Barrierefreiheit weitreichende Möglichkeiten und Funktionen zum möglichst ungehinderten Austausch aufweisen. Vieles, das Menschen mit Behinderungen hilft, nützt auch Älteren oder Menschen mit Migrationshintergrund, die Probleme mit der deutschen Sprache haben. Unter dem Gesichtspunkt der Inklusion und des demografischen Wandels hat die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Selbsthilfe einen Leitfaden zu Online-Konferenz-Tools - auch unter Berücksichtigung der jeweiligen Barrierefreiheit - veröffentlicht.
Weiterführende Informationen zu den Anforderungen eines Online-Tools bezüglich einer barierrefreien Nutzung finden Sie auf der Internetseite der BAG Selbsthilfe.

Erlebnisse für Menschen mit Behinderungen – Die Erlebnispiloten

(20.04.2020) Außergewöhnliche Erlebnisse für Menschen mit und ohne Behinderung: Mit einem Netzwerk von engagierten Partnern*innen und Supporter*innen ist es möglich, dass selbst Rollstuhlnutzer*innen einen Fallschirmsprung, eine Ballonfahrt, eine Kartfahrt oder auch eine unvergessliche Fahrt in einem Renntaxi auf dem Hockenheimring erleben können. Weitere Infos sowie Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme finden Interessierte unter www.erlebnispiloten.com.

Lesen und Teilhabe

(14.04.2020) Der Spaß am Lesen Verlag gibt Bücher für Erwachsene und Jugendliche, denen das Lesen schwerfällt, heraus. Die veröffentlichte Literatur richtet sich vor allem an Menschen mit geistiger Behinderung, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Aphasie sowie an ältere Menschen.

25. Suchtselbsthilfetagung im Land Brandenburg

(24.02.2020) Was die Seele stark macht - so lautete das Motto der 25. Suchtselbsthilfetagung im Land Brandenburg, die am 23. Februar 2020 in Potsdam stattfand und mit mehr als 200 Anmeldungen ausgebucht war. Die Tagungsdokumentation sowie eine Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) zur Veranstaltung stehen zum Download bereit.

Neue Clearingstelle im Land Brandenburg

(10.01.2020) Mit Wirkung zum 01.01.2020 wurde im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) eine Clearingstelle gemäß § 6 Abs. 1 und 2 AG-SGB IX eingerichtet. Die Clearingstelle versteht sich als Vermittlerin bei Streitfällen zwischen Leistungsberechtigten nach § 99 SGB IX und dem örtlichen Träger der Eingliederungshilfe für die Belange der Menschen mit Behinderungen des Landes Brandenburg. Die Unterlagen für die Einleitung eines Vermittlungsverfahrens, Datenschutzhinweise sowie eine Einwilligungserklärung stehen auf der Internetseite des MSGIV zum Download zur Verfügung.

Positionspapier „Autismus-Therapie“

(02.01.2020) Der Bundesverband autismus Deutschland e.V. hat ein Positionspapier erarbeitet, das als Hilfestellung zur rechtlichen Einordnung und Abgrenzung von Eingliederungshilfe und Psychotherapie (als Leistung des SGB V) dient.

Informationen zum BTHG: Trennung der Leistungen – Anthropoi Selbsthilfe

(02.01.2020) Der Systemwechsel, mit dem die Unterscheidung in stationäre und ambulante Wohnformen aufgehoben wird, ist am 01.01.2020 in Kraft getreten. Das Infoblatt der Anthropoi Selbsthilfe – Bundesvereinigung Selbsthilfe im anthroposophischen Sozialwesen e.V. richtet sich an erwachsene Menschen, die in besonderen Wohnformen leben, sowie an rechtliche Betreuer*innen und Angehörige.